Das Aufräumen im Garten hat begonnen. Zwar lasse ich Gräser und trockene Stauden den Winter über stehen, doch im Gemüsebeet gab es einiges zu tun. Zuerst mussten die Stangenbohnen dran glauben. In den vergangenen Wochen hatten sich kleine schwarze Stippen auf den Blättern gebildet, der Bohnenrost. Schnell habe ich alles abgeerntet, was noch an den Trieben hing, und Ranken sowie Blätter entsorgt. In meinem Gartenkompost würde der Erreger überdauern, also habe ich das Laub in die Biotonne gegeben. Die hohen Temperaturen, die beim Kompostieren in der städtischen Anlage erreicht werden, töten die Sporen ab.
Die Zucchinipflanzen, die in diesem Jahr keine große Freude waren, habe ich auf den Kompost gegeben und hoffe auf mehr Glück im nächsten Jahr. Immerhin sehen Salat und Kohl noch vielversprechend aus.
In den Beeten findet gerade ein Wechsel von leuchtenden Blüten zu morbidem Charme statt. Die Sonnenhüte sind verblüht und tragen nun schwarze Köpfchen, das weinrote Sedum verblasst ins Rostrote, die Hortensien werden braun. Doch haben die Rosen immer noch einige Knospen, die sich öffnen und duften, auch die Kapuzinerkresse bildet leuchtende Farbtupfer.
Schön aufgeblüht sind nicht nur die Herbstanemonen (Anemone hupehensis), sondern auch drei Asternsorten: die violette Raublatt-Aster (Aster novae-angeliae), die Schönaster (Kalimeris incisa) und die Schleier-Aster (Aster cordifolius). Auch der Knöterich blüht noch unermüdlich.

