Richtig viel Spaß macht mir das Gemüsegärtnern in diesem Jahr nicht. Keine einzige Zucchini, das hatten wir noch nie. Eine Pflanze bekam nur männliche Blüten, die zweite hatte zwar irgendwann einen kleinen Fruchtansatz, der aber spurlos verschwunden ist. Inzwischen haben beide Pflanzen Mehltau bekommen. Anfällig dafür sind sie sogar in trockenen Jahren, das war also nur eine Frage der Zeit. Eine – vermutlich letzte – Blüte ist schwarz vor Blattläusen.
Lichtblick Stangenbohnen
Immerhin rankt ein Moschuskürbis durchs Beet und hat bereits eine kleine Frucht ausgebildet. Ich bin gespannt, ob sie groß wird. Mangold und Salat mickern, Rote Bete haben wir schon größtenteils geerntet, damit nicht Mäuse oder Schnecken sie bekommen. Ein Lichtblick sind die Stangenbohnen: „Schlachtschwert“ trägt bis zu 25 Zentimeter lange Hülsen. Sie müssen allerdings rechtzeitig geerntet sein, sonst werden sie faserig. Auch die „Neckarkönigin“ schmeckt gut. Aber es gibt auch Hoffnung: zwölf Kohlpflänzchen stehen jetzt im Beet, mit Schnecken- und Vogelschutz wie in einem Hochsicherungstrakt geschützt. Und auf meinem Balkon wachsen die nächsten Salatpflanzen heran, die, wenn sie groß genug sind, in den Garten kommen. Wird der Spätsommer schön warm, können wir noch guten Salat ernten. Und später im Monat säe ich noch Feldsalat direkt ins Beet.
Die Himbeeren, die ich im vergangenen Herbst gepflanzt habe, tragen schön, leider faulen die Früchte bei feuchtem Wetter schnell. Die, die wir ernten, schaffen es nie bis in die Küche, denn dazu sind sie zu lecker.
Stauden verjüngen
Den Stauden hat der Regen der vergangenen Wochen nichts ausgemacht, sie sehen frisch aus. Nur die Fetthennen sind schwer geworden und neigen ihre Köpfe, eigentlich müssten sie gestützt werden. Langsam wird es auch Zeit, einige der Stauden zu teilen. Die Pfingstrosen sind groß, ihnen würde eine Verjüngung gut tun, und die Gartennachbarin freut sich über einen Ableger. Ein großer Horst Rudbeckien sieht zwar schön aus, ist aber inzwischen etwas überdimensioniert für das Beet. Aus ihm werde ich mehrere Pflanzen machen.
Einige Rosen setzen noch einmal Knospen an, und die Wildrosen hängen voller Hagebutten. Noch sind es zu wenige, um sie zu pflücken und zu verarbeiten, denn die Sträucher sind jung. Ich lasse sie für die Vögel hängen, freue mich aber schon aufs nächste Jahr.

