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Garten-TippsSo wird der Boden im Garten richtig gut

3 min

Auf den Boden im Garten kommt es an.

Das Jahr 2015 ist das „Internationale Jahr des Bodens“. Damit möchten die Vereinten Nationen auf die Wichtigkeit des Bodens als Lebensgrundlage hinweisen. „Gut so“, findet der Bundesvorsitzende des Verbandes GartenBaumschulen Oliver Fink. Denn vor allem bei der Anlage von Gärten in Neubaugebieten werde seiner Erfahrung nach dem Thema Boden immer noch viel zu wenig Bedeutung beigemessen. Es werde viel zu schnell „einfach losgepflanzt“. Dabei hänge von der Beschaffenheit des Bodens entscheidend ab, ob eine bestimmte Pflanze gedeihen könne oder nicht.Wir haben den Refrather Baumschulinhaber gebeten, uns fünf wichtige Regeln für einen guten Boden zu verraten.

Was ist ein guter Boden?

Ein guter Boden zeichnet sich nicht nur durch einen ausgewogenen Mix von Sand, Schluff und Ton aus. Wichtig ist auch ein intaktes Bodenleben mit Mikroorganismen und Kleintieren. Sandiger Lehm ist das, was Gärtner als „guten Boden“ bezeichnen. Er speichert Wasser und Nährstoffe sehr gut, gibt beides bei Bedarf aber auch bereitwillig an die Pflanzen weiter. Gleichzeitig lässt dieser „mittelschwere“ Boden genügend Sauerstoff an die Pflanzenwurzeln.

Woher weiß ich, welchen Boden ich habe?

Welchen Boden Sie im Garten haben, können Sie anhand einer einfachen Fingerprobe feststellen. Nehmen Sie eine Handvoll Erde und versuchen Sie daraus seine Rolle zu formen. Je einfacher das ist, desto tonhaltiger ist der Boden. Gelingt es kaum, weil das Material zerbröselt, handelt es sich um sehr sandigen Boden.

Kleine Bodenkunde und Düngelehre Samstag, 11. April, 10 bis 12 Uhr Garten-Baumschule Becker, Bernard-Eyberg-Straße 1651427 Bergisch Gladbach

Gärtnermeister Oliver Fink erklärt in dem zweistündigen Seminar, u.a. wie man Gartenboden umweltschonend nutzt, wie sich das Bodenleben fördern lässt, welche Nährstoffe wann gebraucht werden.Teilnahmegebühr: 15 EuroVerbindliche Anmeldung unter ☎ 0221/2242021oder per Mail anAngela.Horstmann@mds.de

Zerreiben Sie angefeuchtete Erde in der Handfläche. Sandboden fühlt sich rau an und lässt die Hände nahezu sauber. Leichte Verschmutzungen weisen auf lehmigen Sand hin, stärkere auf Lehm. Tonerde klebt und glänzt. Deutlich aussagekräftiger ist jedoch eine professionelle Bodenuntersuchungen, die etwa die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) der Landwirtschaftskammer NRW anbietet. Dadurch erhalte man nicht nur Informationen über die Zusammensetzung des Bodens und die darin vorkommenden Nährstoffe, sondern auch über seinen Säure- und Nährstoffgehalt, so Fink.

Wie kann man seinen Boden verbessern?

Eines vorweg: Selbst wenn ich einen Boden mit einem großen Sandanteil habe, bedeutet das nicht, dass dort nichts wächst. Es bedeutet lediglich, dass es bei der Pflanzenauswahl bestimmte Einschränkungen gibt. Zum Beispiel mögen die veredelten Gartenrosen keinen sandigen Boden, Wildrose oder Kirschlorbeer hingegen kommen sehr gut damit klar. Bei einem sandigem Boden kann man allerdings durch Humuszufuhr, z.B. mit Kompost eine organische Substanz einbringen, die stabilisierend wirkt und zudem das Bodenleben aktiviert. Auch bei sehr tonhaltigen Böden kann Kompost dazu beitragen, die schwere Struktur des Bodens aufzubrechen. Alternativ können sogenannte Aktivatoren und Hilfsstoffe den Boden „krümmeliger“, heißt: besser machen.

Warum ist der ph-Wert wichtig?

Der ph-Wert des Bodens bescheibt das Säure-Milieu, das im Boden vorherrscht. Dies hat unter anderem einen großen Einfluss auf die Düngerverfügbarkeit für eine Pflanze. Ein Rhododendron etwa, der ein saures Mileu (niedriger ph-Wert) bevorzugt, ist durch seine Erbanlagen in einem Boden mit hohem ph-Wert nicht in der Lage Nährstoffe aufzunehmen. Da kann man noch so viel düngen, es hilft nicht.

Welche Nährstoffe sollten im Boden sein?

Hauptnährstoffe sind Stickstoff (für’s Wachstum), Phosphor (für die Blütenpracht) und Kalium (stabilisiert die Zellwände).