GeschmackstestMuseumscafés in Köln

Kunst liegt auch auf dem Teller - hier im MAKK
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Angewandte Kunst
Ruhepol im Großstadttrubel. Wer ein stilles Plätzchen für entspannte Kaffeestunden mitten in der City sucht, ist im schlichten „Holtmann’s“ im Museum für Angewandte Kunst (MAKK) genau richtig. An warmen Tagen lockt der große Innenhof nach draußen. Im Schatten der Minoritenkirche vergisst man das Geschiebe auf der nahen Hohe Straße schnell. Die Karte ist einfach, bietet aber vielfältige Gerichte – vom Künstler-Frühstück mit Orangensaft und Baguette über Heringsstipp „Hausfrauenart“ bis zum Italo-Klassiker Caprese. Meine Wahl fällt auf einen leckeren, sommerlichen Zwetschgen-Kuchen. Für stolze 6,50 Euro wird ein großes Kuchenstück mit Milchkaffee oder Latte Macchiato angeboten. Auch die Spinat-Feta-Quiche (9,50 Euro) sieht toll aus und schmeckt. Einziger Minuspunkt – das bestellte Essen wurde leider nicht zeitgleich serviert. (jhi)

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Holtmann’s im MAKKAn der Rechtschule50667 Köln☎ 02 21/27 79 88 60Di-So 11-17 Uhrwww.holtmanns.com
Max-Ernst-Museum
Unweit des Schlosses Augustusburg in Brühl liegt das Max-Ernst-Museum mit seinem markanten „schwebenden“ Eingangsplateau. Bei guten Wetter können sich Museumsbesucher dort mit exquisiten Torten und kleinen herzhaften Gerichten aus dem Museumsbistro „Chez Max“ stärken. Egal ob süß oder herzhaft, die Bistro-Karte bietet Klassiker wie einen Dänischen Apfelkuchen (2,60 Euro) und den Großen Salat mit Putenstreifen (8,50 Euro) genauso wie ungewöhnliche Kreationen wie die Currywurst mit Mangowürfeln (5,50 Euro) oder eine feine Zitronentarte (2 Euro) und eine Heidelbeer-Ricotta-Torte (2,80 Euro). Top ist die Teekarte mit 16 Sorten. Und die sehr freundliche Bedienung ließ darüber hinweg sehen, dass wegen einer parallel anwesenden großen Gesellschaft Kaffee und Kuchen nicht gleichzeitig kamen. (aho)

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Chez MaxComesstr./Max-Ernst-Allee 150321 Brühl☎ 02232/579747Di-So 11-18 Uhrwww.maxernstmuseum.lvr.de
Papiermühle
Nach dem Ausflug zur Papiermühle in Bergisch Gladbach – Deutschlands größtem Papiermuseum – kann man im „Café Alte Dombach“ noch gemütlich einen leckeren Eiskaffee trinken. Das Café liegt nur wenige Schritte von dem Museum entfernt in einem geschützten Innenhof eines robusten Fachwerkhauses. Bei schönem Wetter kann man dort gleichermaßen Sonne und Schatten genießen und das mit Ausblick auf einen romantischen Teich. Die Speisen sind allesamt typisch für das Bergische Land und recht preiswert: Blechkuchen (2,30 Euro), Bergische Waffeln (mit Kirschen und Sahne für 3,90 Euro) sowie Deftiges (Strammer Max für 4,30 Euro) für Hungrige. Auch im Service spiegelt sich das Bergische wieder: Wer mit dem Humor vertraut ist, kann sich super unterhalten. (spc)

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Alte Dombach CaféAlte Dombach 151465 Bergisch Gladbach☎ 0 22 02/28 31 37Di-Fr 12-20, Sa 12-21,So 10-20 Uhrwww.industriemuseum.lvr.de
Ostasiatisches
Es ist vielleicht Kölns schönster Ausblick ins Grüne. Auf der Terrasse des Museums für Ostasiatische Kunst (MOK) blickt man auf den Aachener Weiher und kann einen Reiher beim Fischfang beobachten. Still ist es hier – trotz der Nähe zur Inneren Kanalstraße. Das Sahnestückchen wird von der Crew der „Bar Schmitz“ (Hauptsitz an der Aachener Straße) bewirtschaftet. Frühstück gibt es bis 15 Uhr, auf der Karte stehen zahlreiche Quiche-Sorten – die mit Lachs (5,90 Euro) hat wie alle eine angenehm dünnen Teig und feinen Belag und kommt mit einem grünen Salat. Köstlich sind die Kuchen (um die 3,80 Euro): Die Orangentarte hat einen umwerfenden, natürlichen Orangengeschmack. Der Café (2 Euro) ist vorzüglich und wird mit heißer, aufgeschäumter Milch serviert. So versorgt, kann man den Ausblick lange genießen. (cv)

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„Schmitz“ im MOKUniversitätsstraße 10050674 Köln ☎ 0157/89 49 84 42Di-Fr 10-17, Sa+So 10-18 Uhrwww.salonschmitz.com
