Kolumne „Grill gut!“Auftritt am Rost

André Karpinski ist Chef des Catering-Unternehmens Kaiserschote und des Seepavillons.
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Gegrillt wird bei geschlossenem Deckel, die Grilltemperatur liegt bei konstanten 100 bis 120 Grad. Sie benötigen dazu einen Grill mit Deckel. Ein Kerntemperatur-Thermostat vereinfacht die Feststellung des Gargrades.
Stimmt die Kerntemperatur des Fleisches, ist bei Niedertemperatur Gegrilltes rauchig-zart im Geschmack und unnachahmlich saftig. Durch die geringe Hitze geht wenig Saft verloren, und während der langen Garzeit findet eine besondere Reifung des Fleisches statt.
Besonders wenn eine größere Grill-Runde satt werden soll, ist es sehr praktisch, denn hier können alle gleichzeitig Essen. Ist die gewünschte Kerntemperatur erreicht, kann das Fleisch bei kleiner Hitze – man kalkuliert etwa 5 bis 10 Grad Celsius unter der Kerntemperatur – außerdem lange warmgehalten werden ohne auszutrocknen.
Wenn man den Braten im Backofen warmhält, ist der Grill außerdem wieder frei für die zu grillenden Beilagen. Für Sparfüchse sei letztlich noch erwähnt, dass der Garverlust gegenüber normalem Grillen hier um rund zehn Prozent niedriger liegt.
