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Letzte Chance fürs MuseumDiese Ausstellungen in NRW müssen Sie unbedingt noch sehen

4 min

Die Harry Potter Ausstellung im Odysseum in Köln endet an diesem Wochenende.

100 Jahre Deutscher Schlager

Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nüscht wie hin ins Rock-’n’-Popmuseum: Unter dem Titel „100 Jahre Deutscher Schlager!“ zeigt das Museum eine Sonderausstellung, die längst ein Publikumsschlager ist. Kein geringerer als Schlagerexperte Götz Alsmann lieh seine Stimme für eine akustische Einführung der Besucher in die unterschiedlichen Themenbereiche der Ausstellung. In sieben Abschnitten geht es um die geschichtliche Entwicklung des deutschen Schlagers. Vom Kaiserreich durch die Goldenen Zwanziger Jahre durchwandern Besucher unter anderem die musikalische Zeit des Nationalsozialismus, des Wirtschaftswunders, des Aufbruchs in die Moderne – und finden sich in der Gegenwart wieder, der Zeit von Revival und Ballermann. Erinnerungsstücke säumen den Weg durch die Ausstellung; darunter ein Collier von Zarah Leander, Bühnenkleidung und Requisiten von Michael Holm, Helene Fischer und Jürgen Drews. Zu den Kuriositäten zählt ein mit Plüschtieren benähter, schrill-bunter Sessel aus dem Besitz von Dieter Thomas Kuhn.

Bis 1. MärzRock-’n’-Popmuseum, Gronau, Eintritt 8,50 Euro, ermäßigt 6 Euro www.rock-popmuseum.com

Harry Potter

Das verzaubert: Hunderte von Original-Requisiten aus den weltbekannten Harry-Potter-Filmen. Auf 1200 Quadratmetern präsentiert „The Exhibition“ im Odysseum die Schauplätze, Requisiten und Kleider der berühmten Fantasy-Saga. Neben echten Kostümen lassen sich dabei auch Schauplätze wie der Gemeinschaftsraum des Hauses Gryffindor und die Hütte des Wildhüters Hagrid bestaunen. Auch die Hogwarts-Schule für Zauberei mit ihrem imposanten Speisesaal und den Klassenräumen steht den Besuchern offen. Damit Harry-Potter-Anhänger sich wirklich wie im Zauberinternat fühlen, ist die Ausstellungsfläche dem Filmset nachempfunden. Unter den Exponaten finden sich sagenumwobene Requisiten wie der Tarnumhang oder die Brille des jungen Harry. Und wer weiß: Wer nicht gerade im Quidditch-Bereich einen Quaffel wirft oder seine eigene Alraune erntet, der begegnet vielleicht dem echten Hippogreif Seidenschnabel aus dem Verbotenen Wald.

Bis 1. MärzOdysseum, Köln, Ticketpreise 29,95 Euro; ermäßigt 23,95 Euro Last-Chance-Ticket (Mo-Fr 9-15.30 Uhr) 23,95 Euro, Tea-Time-Tickets (Mo-Fr 15.30-18 Uhr) 18,95 Eurowww.odysseum.de

Topf und Deckel - Kunst und Küche

Das passt wie der Deckel auf den Topf: Kaum etwas trägt mehr zur überregionalen Bekanntheit Bergisch Gladbachs bei als die lokale Spitzengastronomie mit ihren Sterneküchen. Für das Kunstmuseum Villa Zanders ist dies Anlass, die kulturelle Bedeutung des Kochens in unterschiedlichen Facetten aus dem Blickwinkel der Kunst zu beleuchten. Die Ausstellung „Topf und Deckel – Kunst und Küche“ widmet sich dem populären Thema Kochen aus künstlerischer und kulturhistorischer Perspektive. So breit wie dieses kreative Thema ist das Spektrum der verwendeten Medien und Materialien. Nicht nur Exponate aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Video, Skulptur bis hin zu Design sind zu sehen – darüber hinaus bietet die Ausstellung mit ihrem Rahmenprogramm ein Angebot für alle Sinne. Es gibt Workshops und Kochkurse: Künstler kochen fürs Publikum und sorgen mit Beiträgen wie „Kochen als Kunstgattung“ für die Auflösung der Grenzen zwischen Kunst und Küche. Ein eigener Raum widmet sich dem leeren Topf – und damit dem Hunger.Bis 8. MärzKunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach, Eintritt 4 Euro, ermäßigt 2 Eurowww.villa-zanders.de

Dürers Mysterien

Zu den bahnbrechenden Neuerungen der Frühen Neuzeit gehört die Entwicklung der Druckgrafik zu einem selbstständigen künstlerischen Medium. Als virtuoser Pionier dieser Technik gilt Albrecht Dürer. Das Wallraf zeigt namhafte Werke des Meisters. Während seine zahlreichen Bilderserien (etwa zum „Marienleben“) traditionelle Themen neu variierten, bleiben manche Einzelblätter bis heute in hohem Maße rätselhaft. Mit Dürers Mysterien widmet sich das Wallraf nun diesen einzigartigen Kupferstichen, Holzschnitten und Eisenradierungen. In seinem Grafischen Kabinett zeigt das Museum acht Dürer-Arbeiten von höchster Qualität mit Darstellungen, die die Antike anklingen lassen: Die Figuren erscheinen nackt oder in antikisierender Bekleidung und sind in Posen oder Handlungen wiedergegeben, die an die Götter und Helden der klassischen Mythologie erinnern. Jedoch lassen sich diesen Blättern nur selten konkrete Themen zuordnen. Offensichtlich fordert Dürer den Betrachter dazu auf, sich auf seine Mysterien einzulassen, um in ihrer Deutung den eigenen Intellekt zu erproben.Bis 22. MärzWallraf-Richartz-Museum, Köln, Eintritt 8 Euro, ermäßigt 4,50 Eurowww.wallraf.museum