Warm, flauschig und überhaupt nicht echt: Das ist die Kollektion von Shrimps. Das Newcomer-Label aus London ist spezialisiert auf Fake-Fur – Kunstpelz. Und der sieht nicht nur täuschend echt aus und verblüfft durch seine Griffigkeit, er ist in den leuchtendsten Farben zu haben und sorgt allein dadurch für gute Laune im langen Dezembergrau.
Dahinter steht die britische Designerin Hannah Weiland, die mit 23 Jahren und einem Diplom in Textildesign den Traum von einer eigenen Kollektion ohne Umwege, gleich nach ihrem Universitätsabschluss verwirklicht hat. Die aktuelle Herbst-Winter-Kollektion ist ihre erste und feierte schon kurz nach ihrem Debüt sensationelle Erfolge. Ihre Kreationen bestechen durch starke Farben, simple Silhouetten und Spaß. Die Designerin färbt den Webpelz nämlich in Blöcken ein, ziert ihn mit Blüten, die an die ersten Pril-Blumen erinnern, und fertigt fürs komplette Outfit auch Taschen.
Während auf den Herbst-Winter-Schauen bei den meisten Designern echter Pelz zu sehen war, setzt die Tierfreundin ganz und gar aufs künstliche Fell. Obwohl sie niemanden verachtet, der echten Pelz trägt, wie sie in einem Interview sagte, war es für sie selbst keine Frage, gewebten Pelz zu verwenden. Bleibt nur zu klären, was es mit dem Namen aus dem Tierreich auf sich hat: Er ist Hannahs Spitzname – schon seit Kindertagen.
