Bei Befall mit Schmierläusen leiden Pflanzen erheblich. Auf Blättern und Trieben befallener Zimmerpflanzen sowie rings um den Topf bildet sich ein klebriger Film. Die Läuse stechen mit ihrem langen Saugrüssel die Leitungsbahnen der Pflanze an und entziehen ihr zuckerhaltigen Saft. Einen Teil des Zuckers scheiden sie wieder aus – das führt zur Bildung von sogenanntem Honigtau. Auf diesem zuckerhaltigen Film können sich Rußtaupilze ansiedeln, die die Pflanze verunstalten. Die Schmierläuse sitzen oft versteckt in Blattachseln oder am Wurzelhals von Kakteen. Sie umgeben sich mit weißer Wachswolle, daher auch der Name Wolllaus. Befallen werden vorrangig dickblättrige Zimmerpflanzen, unter anderem Orchideen, oder auch im Freiland Nadelgehölze wie Kiefern und Laubgehölze wie Hortensien. Die Woll- oder Schmierläuse gehören zur Gruppe der Schildläuse, können sich aber im Gegensatz zu diesen bewegen. Manche Arten produzieren nur ein bis zwei Eigelege pro Jahr, andere vermehren sich alle zwei Wochen.
Was tun? Die bekanntesten Pflanzenschutzmittel zur Schmierlausbekämpfung sind biologische Produkte auf Pflanzenölbasis, unter anderem Schädlingsfrei Naturen. Die Läuse werden von dem Ölfilm überzogen und ersticken. Für Zimmer- und Kübelpflanzen haben sich auch systemisch wirkende Pflanzenschutzmittel bewährt, deren Wirkstoff mit dem Saft aufgenommen wird. Je nach Gebrauchsanleitung in die Topferde stecken oder streuen. Im Winterhalbjahr ist deren Wirkung oft nicht optimal, da in dieser Zeit häufig nicht ausreichend Wirkstoff über die Wurzeln aufgenommen und in die Blätter transportiert werden kann. Daher empfiehlt sich, zusätzlich ein
Spray oder Spritzmittel einzusetzen. Bei sukkulenten Pflanzen wie Kakteen und Dickblattgewächsen sollten weder Granulat noch Stäbchen eingesetzt werden, da hier auch im Sommer keine ausreichende Aufnahme des Wirkstoffes stattfinden kann.
Alternativ können Schmierläuse auch mit Nützlingen bekämpft werden, zum Beispiel mit dem Australischen Marienkäfer (Cryptolaemus montrouzieri).