Vom Kaffeeboten zum Profi-RösterKölner eröffnet Café in Dellbrück – auch Barista-Kurse im Angebot

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Ein Barista hat eine Kaffeetasse in der Hand.

Barista Mirko Lingk in seinem Dellbrücker Café.

Der Barista Mirko Lingk beköstigt seine Kunden ab sofort in seinem Dellbrücker Café. Die Lieferkette der Bohnen hat er im Blick.

Als die Räume des früheren Teeladens an der Dellbrücker Hauptstraße 86-88 frei wurden, überlegte Mirko Lingk nicht lange. „Ich habe mich direkt dafür entschieden, hier meinen eigenen Laden zu eröffnen“, erinnert er sich.

Im Jahr 2020, zu Beginn der Corona-Zeit, hatte Lingk, der in Humboldt/Gremberg wohnt, seine Kaffee-Manufaktur „Kaffeeklüngel“ gegründet. Er besuchte Kaffeeplantagen und entwarf seine eigenen Kaffeesorten – wie „Hausblend“ und „Barblend“, den besonders kräftigen „Dark Roast“ – und bot sortenreine Kaffees aus Brasilien, Peru und Äthiopien an.

Café in Dellbrück kurz vor Karneval eröffnet

Seine Kundschaft belieferte er mit dem Fahrrad. „In Dellbrück war mein Kaffee-Mobil immer besonders gut angekommen. Eine Weinhandlung und ein Café hatten meinen Kaffee direkt in ihr Sortiment aufgenommen.“ Kurz vor Karneval feierte er die Eröffnung seines Ladens. Es wurde ein rauschendes Fest: „Es war fünf Stunden absoluter Hochbetrieb, der richtige Wahnsinn.“

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Den Kaffee – darunter Espresso- und Filterkaffee-Sorten, gemahlen oder als ganze Bohne – gibt es sowohl in der Packung für daheim zu kaufen, zum Mitnehmen oder auch zum Trinken vor Ort an den Sitzgruppen entlang der Fensterbank. Sein Faible für Kaffee entdeckte Lingk damals durch einen Barista-Job im Café.

„Und vor acht oder neun Jahren hatte ich bei einem Umzug geholfen. Eine Espressomaschine wollte niemand sonst haben, also übernahm ich sie. Dann ging’s richtig los.“ Nach und nach stieg er in die Themen Sortenkunde und Röstung ein – und gab schließlich seinen einstigen Job als Schalltechniker und -gutachter auf, um sich mit seiner Kaffeerösterei selbstständig zu machen.

Kölner Mirko Lingk machte Hobby zum Beruf

„Ich habe ganz klassisch mein Hobby und meine Leidenschaft zum Beruf gemacht.“ Bei seinen Kaffees setzt er auf langjährige Beziehungen zu den Lieferanten, faire Erzeugerpreise und Qualität. Erst im vergangenen Jahr war er anderthalb Monate bei einem Plantagenbetrieb in Brasilien. „Unser Vorteil ist, dass die Herkunft der Kaffees absolut transparent ist. Wir können den Ursprung bis auf die einzelne Parzelle zurückverfolgen.“

Seit dem Frühjahr bietet Lingk in seinem Laden auch Barista-Kurse an. Und auch Teeliebhaber müssen nicht traurig sein: Rund 25 Sorten, von schwarzem über grünen bis zu Kräuter- und Früchtetee, runden das Sortiment seines Ladens ab.

Adresse: Kaffeeklüngel Kaffeemanufaktur, Dellbrücker Hauptstraße 86-88, 51069 Köln, www.kaffeekluengel.de

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