Terrasse mit GärtchenDas „Pane & Cioccolata“ in Köln bietet Pizza, Pasta und Sonne

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Die Terrasse vom „Pane & Cioccolata"

  • Bewirtete Hinterhöfe, Restauranttische inmitten einer Blütenpracht und idyllische Gärtchen zum Speisen und Verweilen gibt es in Köln mehr als man denkt
  • In unser PLUS-Sommerserie stellen wir solche Lokale vor
  • Heute die Terrasse der Pizzeria „Pane & Cioccolata" in Neuehrenfeld

Köln – Es ist kein gutes Jahr für die Primitivo-Trauben, die sonst so leckere Marmelade ergeben. Es ist auch kein gutes Jahr für die Strauchtomaten-Ernte. Dabei kann man weiß Gott nicht sagen, dass es den Pflanzen an Zuspruch mangeln würde. Anna Falasca und ihre Tochter Bruna haben es in der Vergangenheit sogar geschafft, im Gärtchen unmittelbar neben ihrer Terrasse kleine Kiwis oder Kakifrüchte zu ernten. Und das mitten in Neuehrenfeld.

„Und der Baum hat so viele Oliven hervorgebracht, dass wir die einlegen konnten!“ In diesem Sommer mit viel Regen und wenig sommerlichen Temperaturen recken zwar ein paar Sonnenblumen trotzig den Hals, um das benachbarte Basilikum zu übertrumpfen, aber mit üppiger Kirschernte wird es diesmal wohl nichts werden.

„Pane & Cioccolata“: Viel Sonne fällt auf die Terrasse des Kölner Restaurants 

Dabei gehört zu „Pane & Cioccolata“ ein Außenbereich, auf den – normalerweise – mehr Sonne als an anderen Orten in Neuehrenfeld fällt.

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Obwohl der italienische Name für Brot & Schokolade eher eine Bäckerei und Konditorei vermuten lässt, ist unter der Neuehrenfelder Adresse eine Pizzeria zu finden. Ursprünglich hatte Anna Falasca dort vor einem Vierteljahrhundert eine klassische italienische Eisdiele eröffnet, das „Panna & Cioccolata“.

Es dauerte jedoch nicht lange, bis die Gäste außer nach Sahne und Eis auch nach einer herzhaften Stärkung fragten, und so rutschten allmählich Salate, Toasts und Bruschette auf die Karte – und schließlich auch Pizzen.

Die 42-Jährige Bruna, selber ein Kind des Veedels, erinnert sich gerne an diese Zeit, wenn nachmittags die Kinder aus der Nachbarschaft einfielen und den Sand vom nahegelegenen Spielplatz auf der Terrasse verteilten, als hätten sie zuvor am Nordseestrand gespielt. Bevor die Abendgäste kamen, musste also immer noch fix gekehrt werden. Und weil das Geschäft dann gerne bis Mitternacht weiterging, war irgendwann klar, dass ein fast Rund-um-die-Uhr-Betrieb in einem Familienbetrieb auf Dauer nicht zu stemmen war. Schweren Herzens musste sich Anna Falasca vom Speiseeis trennen.

Noch immer ein Familienbetrieb

Ein Familienbetrieb ist das Lokal indes noch immer. Brunas Bruder Dino, der sich das Kochhandwerk bereits als Kind vom inzwischen verstorbenen Vater Giancarlo abgeguckt hat, steht heute mit seiner Mutter in der Küche, während Bruna sich unter anderem um den Service kümmert. „Wir bräuchten dringend noch einen Pizzabäcker, der uns unterstützt, aber im Moment ist kein Personal zu finden", klagt die 42-Jährige, die sich für den Rest des Sommers natürlich auch noch ein paar schönere Tage wünscht.

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Neben den beliebten, eher aus dünnem Teig hergestellten Pizzen (die günstigste sieben, die teuerste Frutti di Mare zwölf Euro) stehen Salate und wechselnde hausgemachte Pastagerichte auf der Karte wie „Paglia e fieno" genannte grüne und gelbe Bandnudeln (12,50 Euro), Trüffelravioli, Rigatoni Salsiccia oder Gnocchi Bolognese (jeweils 13,50 Euro). Auf der etwa 50 Personen fassenden Terrasse werden überwiegend Weine serviert, der offene Hauswein kostet 4,90 Euro (0,2l). 

Pizzeria „Pane & Cioccolata, Jessestraße 2, Neuehrenfeld. Telefon: 0221 558996. Öffnungszeiten: Dienstags bis samstags 17-22 Uhr, Sonntag 16.30 bis 21 Uhr. Montag Ruhetag.

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