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Schlafen statt SchwitzenExperten geben Tipps für kühle Nächte im Zelt und Camper

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Camper am Strand von St. Peter-Ording

Lüften hilft viel: Das gilt auch für Campingbusse jeden Jahrgangs.

Camping im Sommer kann schnell zur Hitzefalle werden. Experten geben Tipps für Zelt und Camper, damit es kühl bleibt.

Ob auf einem Zeltplatz oder bei einer Trekkingtour durch die Natur: Sommerliches Campen verspricht ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer. Doch bei steigenden Temperaturen wird die Unterkunft, ob Zelt oder Campingbus, rasch zur Wärmefalle. Damit das Campen auch an heißen Tagen entspannend bleibt, bedarf es der passenden Ausstattung, vorausschauender Planung und einiger praktischer Tipps. Die wichtigsten Aspekte werden von Fachleuten dargelegt.

Die richtige Zeltauswahl bei Hitze

Für Personen, die hauptsächlich in der warmen Jahreszeit zelten, ist die Materialwahl beim Kauf von großer Bedeutung. „Dann sollte man in Erwägung ziehen, ein Zelt zu kaufen, das nicht aus Polyamid oder Polyester besteht, sondern aus einem Baumwoll-Polyester-Mix“, rät Boris Gnielka vom Magazin „Outdoor“. Derartige Polycotton-Zelte schaffen ein merklich luftigeres Raumklima und sind dennoch wasserundurchlässig.

Ferner ist eine gute Ventilation ausschlaggebend: Öffnungen zur Belüftung am Außenzelt müssen offenbleiben, damit ein Luftzug entsteht. Innenzelte aus luftdurchlässigem Moskitonetz ermöglichen das Einströmen frischer Luft, wehren aber gleichzeitig Stechmücken ab.

Ebenso hat der gewählte Platz eine hohe Relevanz. Um zu verhindern, am Morgen von der Morgensonne geweckt zu werden, sollte man mit einer App oder einem Kompass die östliche Richtung ermitteln und das Zelt zum Beispiel im Schutz eines Felsens errichten. Idealerweise wird ein grundsätzlich schattiger Platz gefunden, wie unter Bäumen.

Praktische Hilfsmittel gegen Wärme

Für den Einsatz im Zelt stellen mobile Klimageräte aufgrund ihrer Lautstärke und des hohen Energiebedarfs keine praktikable Lösung dar. Eine unkomplizierte Alternative ist ein kleiner USB-Ventilator, der sich mittels einer Powerbank aufladen lässt. „Das bringt wirklich viel“, sagt Gnielka. „Die kosten nicht viel, die wiegen nicht viel und wenn man die ans Zelt hängt oder klemmt, hat man einen leichten Windzug.“

Für Nächte mit hohen Temperaturen ist eine leichte Decke oder ein dünner Deckenschlafsack empfehlenswert. Als besonders komfortabel gelten Modelle aus einem Baumwoll-Polyester-Gemisch, da diese weniger an der Haut haften. Ein Seiden-Inlett stellt eine weitere Möglichkeit dar. Es ist sehr leicht, hat eine kühlende Wirkung bei alleiniger Nutzung als Decke und sorgt für zusätzliche Wärme im Schlafsack, wie Gnielka erläutert.

Hitzeschutz für den Campingbus

Ähnlich wie beim Zelt stellt der Standort den wichtigsten Aspekt des Hitzeschutzes dar: Positionieren Sie Ihren Camper möglichst an einem schattigen Ort. Falls die Sonne trotzdem auf das Gefährt scheint, wirken spezielle Isoliermatten für die Frontscheibe der Erwärmung entgegen. Dominic Vierneisel von der Fachzeitschrift „Promobil“ differenziert zwischen simplen UV-Schutzmatten für den Innenbereich und aufwendigeren, alukaschierten Thermomatten für die Außenseite. Die letztgenannte Variante wirft das Sonnenlicht zurück und schirmt die Wärme wesentlich effizienter ab.

Zwar gelangt die Wärme hauptsächlich durch die Fenster ins Innere, doch auch die Lackfarbe hat eine Auswirkung: „Weiß ist eine Farbe, die deutlich weniger Hitze aufnimmt“, so Vierneisel. Eine Markise spendet dem Areal vor dem Einstieg Schatten und verbessert dadurch auch das Klima im Fahrzeug. Stagniert die Luft im Innenraum, hilft nur noch eine gründliche Durchlüftung. „Schiebetür, Heckklappe, Fahrerhaustüren. Man kann bei Campingbussen rasch für einen umfassenden Luftaustausch sorgen“, erklärt der Experte.

Technische Extras für mehr Komfort

Eine Dachhaube mit Ventilator stellt auch bei geschlossenen Türen einen wirksamen Luftwechsel sicher. „Das hat einen messbaren Effekt“, sagt Vierneisel mit Verweis auf Tests der Fachzeitschrift. Größere Reisemobile oder Kastenwagen können außerdem mit Klimaanlagen für den Wohnbereich nachgerüstet werden, die zumeist auf dem Dach angebracht werden. „Wer wirklich hitzeempfindlich ist, für den empfiehlt sich so eine Klimaanlage“, meint Vierneisel.

Er rät jedoch davon ab, die Klimaanlage bei Abwesenheit in Betrieb zu lassen. Dies sei aus Gründen des Energieverbrauchs und aus Rücksichtnahme auf die Nachbarn auf dem Campingplatz geboten. „Man hat die ganze Zeit ein gewisses Betriebsgeräusch und das hat natürlich Einfluss aufs Nachbarschaftsverhältnis auf einem Campingplatz, wo man Parzelle an Parzelle steht.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.