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Sommerausklang im eigenen GartenWas im September im Garten ansteht

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Im Gemüsebeet werden Spinat und Feldsalat gesät.

Der Sommer geht dem Ende zu, und es kribbelt mir in den Fingern, ein bisschen Ordnung im Garten zu schaffen. Alles, was noch irgendwie nützlich für Vögel oder Insekten werden kann, bleibt selbstverständlich stehen. Vieles darf auch aus ästhetischen Gründen bleiben: trockene Samenstände wie die der Iris, des Brandkrauts, der ausgeblühten Sonnenhüte geben im Winter Struktur.

Aber die Grasbüschel und Pflänzchen, die in der Pflasterung vor dem Gerätehäuschen wachsen, müssen jetzt endlich mal weg. Auch der Übergang vom Rasen zum Beet ist nicht mehr so genau zu erkennen, weil Gras bis zwischen den Storchschnabel und die Rosen gewachsen ist. Das soll sich ändern. Auch der Gilbweiderich, den ich ohnehin nicht sonderlich mag, breitet sich zu stark aus.

Hier ziehe ich möglichst viele der äußeren Stängel samt Ausläufer-Wurzeln heraus. Ähnlich ist es bei dem schönen, aber ebenfalls sehr Raum einnehmenden Bronze-Felberich. Hier sind die Wurzeln allerdings so mit einem Geflecht aus Giersch verwachsen, dass ich den Boden mit der Grabegabel lockern muss. Das wird ein größeres Projekt. Zwar habe ich an dieser Stelle gar nichts gegen Giersch, aber Wildrose und Hosta haben bald keinen Platz mehr.

Im Gemüsebeet sind inzwischen Reihen frei geworden: Dicke Bohnen, Erbsen und ein paar spärliche Möhren sind längst geerntet. Hier habe ich Spinat, Feldsalat und Rauke nachgesät, die Rauke ist nach drei Tagen bereits gekeimt.

Die Stangenbohnen haben es in diesem Jahr aus irgendeinem unerfindlichen Grund schwer, sie schaffen es kaum, hochzuranken. Dabei sind es die gleichen Sorten und die selben Stangen wie im vergangenen Jahr. Möglicherweise sind die starken Schwankungen – Hitze und Trockenheit, dann wieder viel Regen – Schuld, sie haben den Pflanzen zu schaffen gemacht. Die Buschbohnen dagegen tragen super, trotz Schnecken, die den Schneckenzaun überwunden haben. Sie sitzen bei Regen auch tagsüber in den Büschen und rasieren das Bohnenlaub ab.

Der Mangold ist jetzt richtig schön, es zeigen sich aber Unterschiede in den Sorten. Die Hälfte der Reihe ist eine „bunte Mischung“ aus gelben, weißen und roten Pflanzen, in die zweite Hälfte habe ich dunkelroten Mangold gesät. Der sieht zwar besonders lecker aus, bleibt aber auch sehr mickerig. Auf ihn werden wir im nächsten Jahr wohl verzichten.

Für Zucchini und Kürbisse war das zweite Gemüsebeet offenbar zu mager, sie brauchen viele Nährstoffe. Nur zwei Zucchini habe ich bisher geerntet, noch besteht Hoffnung, eine Pflanze blüht tapfer weiter. Doch die Kürbisse haben es nicht geschafft. Dafür tragen die Tomaten – Rote Murmel und Golden Currant – Hunderte kleiner Früchte. Es sind Wildsorten, die auch im Freiland wachsen, ohne die Krautfäule zu bekommen.

Was wir auch im Überfluss haben, ist Obst. Nach den Johannisbeeren sind jetzt die Äpfel dran. Da sie sich nicht lagern lassen, essen wir Unmengen roh, außerdem Äpfel im Kuchen, in Waffeln und in Pfannkuchen. Die Zwetschgenausbeute ist gering, doch der Quittenbaum hängt vielversprechend voller Früchte.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr darüber, was im September im Garten zu tun ist!

Was im September zu tun ist

Ziergarten

Zwiebelgewächse, die im Frühjahr blühen (Schneeglöckchen, Winterlinge, Krokusse), entwickeln sich besonders gut, wenn sie in diesem Monat in die Erde kommen.Im Frühjahr blühende Stauden jetzt teilen.Selbst ausgesäte Zweijährige wie Stiefmütterchen oder Goldlack sind jetzt so groß, dass sie ausgepflanzt werden können.Dahlien während der Blüte mit Etiketten markieren, so können sie im kommenden Frühjahr nach Farbe und Wuchshöhe richtig kombiniert gesetzt werden.Trockene Rosenblüten und kranke Triebe ausschneiden, aber nicht die kompletten Rosen herunterschneiden.Unkraut nur vorsichtig jäten. Den offenen Boden mulchen, wieder bepflanzen oder mit Gründünger einsäen.Sommerblumen sowie Balkon- und Kübelpflanzen, die überwintert werden, nicht mehr düngen.Neuanlage von Rasenflächen und Vorbereitung neuer Pflanzflächen.Kranke Blätter und Pflanzenteile gesondert kompostieren oder in die Biotonne werfen.

Gemüsegarten

Salat, Mangold, Radieschen, Rote Beete, Spinat und Feldsalat können noch im Freiland ausgesät werden. Je nach Lage sind Schutz vor Vogelfraß und ein Vlies gegen erste Fröste notwendig.Pflanzung von Kohlrabi, Blumenkohl, Wirsing, Winterporree.Kräuterstauden und Rhabarber teilen, die neuen Pflanzen wurzeln direkt.Wärme liebende Gemüsearten wie Paprika, Auberginen, Chili, Zucchini nachts mit Vlies schützen. Die Früchte reifen gleichmäßig weiter aus.Bei trockener Witterung geerntete Frühkartoffeln sind länger lagerfähig.Noch in der Entwicklung stehende Gemüse bei Bedarf gießen.Abgeräumte Beete mit Gründünger einsäen. Spinat und Feldsalat sind gute Folgekulturen.

Obstgarten

Pflückreife der einzelnen Sorten beachten, nur beste Fruchtqualitäten einlagern. Fallobst eignet sich auch gut für die Herstellung von Saft und Kompott.Haselnüsse und Walnüsse jetzt ernten, trocknen und anschließend kühl lagern.Auslichtungsschnitt beziehungsweise Sommerschnitt an Obstbäumen ist noch möglich. Nur an trockenen, bedeckten Tagen schneiden.Sommerhimbeeren vereinzeln, pro Meter drei bis vier Ruten stehen lassen.Leimringe an Birnbäumen anlegen, der Birnenknospenstecher (Anthonomus pyri) wird jetzt aktiv.Fallobst aufsammeln und vernichten, auf dem Kompost zerkleinern und mit Erde abdecken.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über die Herbst-Anemone, die Pflanze des Monats!

Die Pflanze des Monats: Die Herbst-Anemone

Zugegeben, die ersten blühen schon seit Anfang August. Doch erst jetzt haben sich die Herbst-Anemonen so richtig entfaltet. In meinem Garten haben sie im September wenig Konkurrenz, was Blüten betrifft, und dominieren auf eine angenehme Art. Was im Frühjahr als kleine Laubbüschel begonnen hat, reicht mir jetzt bis zur Schulter, manche Blüte sogar bis über den Kopf.

Die Herbst-Anemone (Anemone hupehensis) stammt aus China, trug erst den Namen Anemone japonica var. hupehensis, daher ist sie auch als Japan-Anemone bekannt. Die meisten Sorten blühen rosa, aber es gibt auch dunklere und weiße.

Zu den frühesten Sorten gehört „Ouvertüre“, sie blüht bereits ab Juli in Zartrosa und wird bis zu 1,10 Meter hoch. Mit 70 Zentimetern deutlich kleiner, doch ebenfalls früh ist die rosafarbene Sorte „Splendens“. Die Anemone hupehensis praecox trägt ab Juli rosafarbene Blüten mit zwei deutlich dunkleren Blütenblättern, sie wird bis 80 Zentimeter hoch.

Nicht nur rosafarbene Sorten gibt es: Zu den bekanntesten weißen Herbst-Anemonen gehören die robuste Anemone hupehensis fo. alba, die ab August blüht und bis zu 1,30 Meter hoch wächst. Die Sorte „Whirlwind“ trägt halbgefüllte, leicht ausgefranste Blüten auf etwa 1,10 Meter Höhe. Ähnliche Größe hat die dunkelrosafarbene „Bressingham Glow“. Im September öffnet die Sorte „Rosenschale“ ihre großen Blüten. Herbstanemonen werden meist von Schnecken verschmäht.

Standort: Sonnig bis halbschattig, einige auch schattig. Der Boden sollte frisch sein, die Pflanzen vertragen keine Trockenheit.

Blütezeit: Juli bis Oktober

Pflanzzeit: Frühjahr.