Hatten Sie schon mal Motten im Schrank, sie sich hässlich durch Pullover fressen?
Modedesignerin Antonia Zander, 38, hat sich mit ihrem Label auf Kaschmir konzentriert. Stricken lässt sie in Italien.
Leider ja. Seither wasche ich regelmäßig meinen Strick. Je frisch gewaschener die Sachen gelagert werden, desto besser.
Noch mehr Tricks?
Das Herkömmliche: Zeitungspapier, Kernseifenstücke und abschreckende Geruchsmittel in den Schrank hängen. Lavendel an erster Stelle. Und durch das Waschen verhindert man einfach, dass sich Motten einnisten und ihre Eier ablegen.
Apropos waschen: Handwäsche für feines Kaschmir?
Nein, nicht nötig.. Seit die Waschmaschinen so gut ausgerüstet sind, haben die Waschtrommeln eine viel bessere Struktur. Der Wollwaschgang ist prima. Unbedingt auf die Temperatur achten: Nie heißer als 30 Grad.
Was passiert sonst?
Das Stück läuft fürchterlich ein, der Pullover verfilzt. Filzherstellung ist nichts anderes als Wolle zu heiß mit zu viel Waschmittel waschen.
In letzter Zeit gibt es immer mehr teure Kaschmirwaschmittel. Genügt nicht normales Wollwaschmittel?
Ich persönlich verwende immer für ein hochwertiges Produkt eine hochwertige Pflege. Ein Waschmittel mit wenig Tensiden, Shampoo kann man auch nehmen.
Was halten Sie von chemischer Reinigung ?
Die kann man sich sparen. Denn jedes Kaschmirteil wird ohnehin gewaschen, bevor es in den Verkauf kommt. Man muss sich das Garn als sehr fein, aber eben rau vorstellen, wenn es beim Stricker ankommt. Erst durchs Waschen bekommt das Teil seine typische Flauschigkeit.
Und wenn Sie bei aller Pflege doch ein Loch entdecken?
Dann wasche ich das Teil noch mal und schicke es zum Cashmere Doc. Die reparieren wirklich profimäßig.
