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Schlechter als SchweinefleischStudie zeigt überraschend schlechte Klimabilanz von Butter

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Ein Messer streicht über ein Stück Butter

Butter ist in Deutschland beliebt - aber wie sieht es mit der Ökobilanz aus?

Butter ist ein beliebtes Streichfett, doch seine Ökobilanz ist verheerend – sogar schlechter als die von Fleisch.

Ökobilanz von Butter: Weshalb das Milchprodukt klimaschädlicher als Fleisch ist. Der Butterkonsum hierzulande ist hoch, aber die ökologischen Folgen sind gravierend – sogar stärker als bei Fleisch. Die Hintergründe und was Verbraucher wissen sollten.

Der Konsum von Butter ist in Deutschland beachtlich: Laut Angaben des Bundesministeriums für Ernährung belief sich der Verbrauch pro Person im Jahr 2025 auf 5,6 Kilogramm, was eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahr darstellt. Das Streichfett wird hauptsächlich aus geschlagenem Rahm, also Sahne mit hohem Fettanteil, hergestellt. Gemäß dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft sind für die Produktion einer 250-Gramm-Packung circa fünf Liter Milch erforderlich.

Diese erhebliche Menge an benötigter Milch hat zur Folge, dass die Klimabilanz von Butter ungünstig ausfällt. „Der CO2e-Fußabdruck von Butter ist größer als der von Schweine- oder Hühnerfleisch – zumindest pro Kilogramm betrachtet“, erläutert Nils Rettenmaier vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu). Hierbei steht die Einheit CO2e für CO2-Äquivalente, welche die Klimawirkung verschiedener Treibhausgase wie Kohlendioxid, Methan oder Lachgas in einen vergleichbaren Wert umrechnet.

Wie schneidet Margarine im Klimavergleich ab?

„Auch wenn in Deutschland natürlich insgesamt mehr Fleisch als Butter verzehrt wird, sind die Auswirkungen auf die ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen sichtbar“, führt Rettenmaier aus. Laut dem Wissenschaftler bilanziert pflanzliche Margarine positiver, was eine vorherige Studie des ifeu belegt. Gemäß dieser Untersuchung werden für ein Kilogramm Butter 9,0 Kilogramm CO2e verursacht, wohingegen bei einem Kilogramm Vollfett-Margarine 2,8 Kilogramm CO2e anfallen. Bei Halbfett-Margarine sind es lediglich 1,7 Kilogramm CO2e.

Für Butter light mit einem Fettanteil von 40 Prozent werden 5,1 Kilogramm CO2e pro Kilogramm emittiert. Bei Mischstreichfetten, einer Kombination aus Butter und pflanzlichen Fetten, bewegen sich die Werte abhängig vom Fettgehalt im Bereich von 6,6 bis 7,2 Kilogramm CO2e. „Hier sind die Unterschiede zur Butter also nicht so groß“, stellt Rettenmaier fest.

Die ökologische Gesamtbilanz im Detail

Für die ungünstige Ökobilanz von Butter gibt es diverse Ursachen, die vom Umweltbundesamt (UBA) benannt werden. Hierzu gehören der Futteranbau für die Kühe, welcher einen hohen Flächenbedarf hat, und die Verdauungsprozesse der Wiederkäuer, die klimaschädliches Methan freisetzen. Ebenso spielen die entstehende Gülle, die eine Nitratbelastung für das Grundwasser darstellen kann, sowie die Verwendung von Antibiotika eine wesentliche Rolle.

Diese Aspekte wurden in der ifeu-Studie einbezogen, die den kompletten Herstellungsweg von der Landwirtschaft bis zum Verkauf im Supermarkt analysierte. „Es ging nicht nur um die Klimabilanz, sondern auch um den Flächen- und Wasser-Fußabdruck sowie den Phosphat-Fußabdruck“, erläutert Rettenmaier. Das Fazit der Untersuchung: Pflanzliche Margarine zeigt durchgängig vorteilhaftere Bilanzen als Butter, gleichgültig ob ihre Basis Raps- oder Sonnenblumenöl ist.

Margarinenkauf: Worauf Verbraucher achten sollten

Im Gegensatz zu Butter, deren Inhaltsstoffe strikt reguliert sind, gestaltet sich die Zusammensetzung bei Margarine komplexer. „Bei Margarine handelt es sich nicht automatisch um ein rein pflanzliches Lebensmittel. Sie kann auch Magermilch, Joghurt oder Buttermilch enthalten“, erklärt Claudia Müller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Eine Garantie für den Verzicht auf tierische Bestandteile bieten lediglich Erzeugnisse mit dem Vegan-Siegel.

Darüber hinaus kann Margarine diverse Fette und Öle beinhalten, zu denen auch Palmöl und Kokosfett zählen. „Der Anbau von Pflanzen, aus denen Kokosfett sowie Palmöl und -fett gewonnen werden, erfolgt weitestgehend in Monokulturen mit signifikanten Auswirkungen auf die Artenvielfalt“, so Müller. Im Extremfall kommt es für die Palmölgewinnung zur Rodung von Regenwäldern. Aus diesem Grund empfiehlt die Zeitschrift „Öko-Test“, beim Erwerb von Margarine mit Palmöl auf das Nachhaltigkeitssiegel RSPO mit der Ergänzung SG oder IP zu achten.

Personen, die die Umweltbelastung noch weiter verringern wollen, können außerdem auf Bio-Produkte zurückgreifen. „Das bringt viel – etwa durch das verstärkte Tierwohl und den Verzicht auf Pestizide“, so Nils Rettenmaier. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.