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ArchitekturStudenten planen neues Dorfzentrum

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Die Masterstudenten von Eva-Maria Pape (4.v.l.) präsentieren ihre Entwürfe in Deutz vor Ralf Perey (l.).

  1. Entwürfe für Weiß vorgestellt - Dorfgemeinschaft freut sich über Ideen zur Belebung der Ortsmitte

Weiß/Deutz – Die wichtigste Einschränkung vorneweg: "Wir haben das Baurecht außer Acht gelassen", sagte Architektur-Professorin Eva-Maria Pape bei der Vorstellung der Entwürfe ihrer Studenten für ein neues Ortszentrum in Weiß. Eine akademische Übung sollte die Aufgabe im Masterstudium an der Technischen Hochschule sein. Das Problem, dem sich die Studenten widmen sollten, ist indes ganz real. Die Bevölkerung in Weiß altert. Läden und öffentliche Treffpunkte verschwinden. Was kann man dagegen tun?

Antworten erhoffte sich Ralf Perey, Vorsitzender der Weißer Dorfgemeinschaft, vom Architekturnachwuchs. Also schlug er Pape vor, die Studenten ein neues Dorfzentrum entwerfen zu lassen. "Wir können eine Menge Anregungen mitnehmen", sagte er bei der Präsentation der Ergebnisse. "Und unsere Studenten wissen, dass sie nicht nur für die Uni entwerfen", sagte Pape zur Kooperation.

Als zusätzlichen Ansporn lobte die Dorfgemeinschaft insgesamt 1500 Euro Preisgeld aus. Die Studenten nutzten eine unbebaute Lücke an der Weißer Hauptstraße, um ihre Ideen zu entwickeln. Den ersten Platz teilten sich zwei Studentinnen. Pape beschrieb den Entwurf von Clara Brenner als Hofgruppierung. Drei Häuser bieten Platz für ein Café, einen Supermarkt unter einer Veranstaltungshalle und eine Behinderten-WG. In ihrer Mitte entsteht ein erhöhter Platz auf dem Niveau des ersten Obergeschosses. "Ich wollte die Räume gliedern von öffentlichen zu eher privaten Nutzungen", sagte Brenner. Die Dächer hatte sie als Satteldächer entworfen, um sie der Umgebung anzupassen. Die andere Erstplatzierte Nina Kuka wählte eine expressivere Form. Das Satteldach taucht auch bei ihr auf, allerdings gebrochen wie der gesamte Baukörper. Auch bei ihr entsteht ein Platz, der sich neben der markanten Fassade an der Hauptstraße öffnet.

Eine eher expressive Form fand Nina Kuka (l.). Clara Brenner (r.) griff das Motiv der Höfe auf.

Dass ihre Entwürfe umgesetzt werden ist freilich unwahrscheinlich - wenngleich Pape sagt, dass sie rein technisch gebaut werden könnten. Problematischer dürften andere Fragen sein: Eigentumsverhältnisse, die Kalkulation von Investoren und potenziellen Mietern. Der Supermarkt etwa ist mit weniger als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche recht klein vorgegeben worden und für die großen Ketten weniger interessant. Perey deutet allerdings an, dass es an Ideen für alternative Konzepte in Weiß nicht mangelt.

Eine eher expressive Form fand Nina Kuka (l.). Clara Brenner (r.) griff das Motiv der Höfe auf.