Für ein Bettelverbot nach Dortmunder Vorbild sieht der OB derzeit keine Veranlassung.
Betteln vor RestaurantsDas sagt der Kölner OB Burmester über ein Verbot

Bettler auf der Straße in der Kölner Innenstadt: Das stile Betteln steht nicht im Fokus des Dortmunder Verbots.
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Der Dortmunder Stadtrat hat ein Bettelverbot im Umfeld von Restaurant-Terrassen und Café-Flächen beschlossen. Auch in Köln haben Wirte und Verbände wie die IG Gastro die Zustände beklagt. Während früher zwei Mal an einem Abend Bettler an die Tische gekommen seien, passiere das heute 20 bis 30 Mal, sagte etwas die Betreiberin von „Oma Kleinmann“, Maureen Wolf.
Nun äußerte sich auf Anfrage unserer Redaktion Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD). „Ich habe Verständnis für die Sorgen der Gastronominnen und Gastronomen. Dass Gäste beim Essen bedrängt werden, ist ein Zustand, den wir in unseren Städten nicht akzeptieren können.“ Dortmund hat beschlossen, in einer Zone von fünf Metern um die Außenterrassen das Betteln zu verbieten. Die Regelung gilt testweise zunächst für ein Jahr , dann soll neu entschieden werden.
Die Kölner Politik hatte sich zu einem Vorstoß dieser Art zurückhaltend geäußert. Lediglich die FDP/KSG sprach sich klar für ein solches Verbot aus. Burmester sieht derzeit keine Notwendigkeit für eine neue Verfügung: „Wir haben eine eindeutige Regelung in der Kölner Stadtordnung: Aggressives Betteln und aufdringliches Ansprechen sind untersagt.“
Wie berichtet, ist weniger das stille Betteln ein Problem, sondern das aggressive Angehen an Bürgerinnen und Bürger. Die geschieht oft durch drogenkranke Menschen. „Wir werden weiterhin konsequent gegen aggressives und ordnungswidriges Verhalten einschreiten“, versprach der Oberbürgermeister. „Gleichzeitig werden wir unsere niedrigschwelligen Hilfsangebote für wohnungslose und suchtkranke Menschen stärken.“
