Esch – Seit 1991 führt eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Verbindung zwischen dem Hauptteil des Escher Sees und dem kleineren, an Esch angrenzenden Teil, der als Biotop geschützt ist, und schließt damit den Rundweg um den See. Doch schon seit einiger Zeit weisen Bauzaungitter um die Holzgeländer herum darauf hin, dass es mit der Brücke nicht zum Besten steht. Das Problem: Die hölzernen Bauteile der Brücke verfügen über keinen effektiven Holzschutz, so dass sie nun massive Fäulnisschäden aufweisen. Auch die Befestigungen der Holzgeländer an den Längsträgern sind erheblich geschädigt, was die Absperrgitter nötig machte.
Insgesamt sind die Schäden zu massiv für eine Sanierung, wie die Verwaltung nun mittels eines eingeholten Gutachtens feststellte. In ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause fasste die BV Chorweiler daher einen Beschluss, der den Bedarf für die Planung des Abbruchs und Neubaus der Brücke feststellte. Die Brücke soll nun an gleicher Stelle neu errichtet werden, wobei die Verwaltung die Gelegenheit nutzen will, den Auftrag an ein Totalunternehmen zu vergeben, um Zeit und Ressourcen zu sparen.
Mit dem Bau der Brücke soll dieses für die Verwaltung neue Verfahren erprobt werden – sollte es die Erwartungen erfüllen, sollen künftig auch andere Ersatzbauten mittels dieses Verfahren errichtet werden. Für die reine Baumaßnahme sind zurzeit rund 477 000 Euro veranschlagt, hinzu kommen noch einmal 183 000 Euro Planungskosten. Da das Vergabeverfahren aber erst 2021 abgeschlossen worden sein soll, ist mit dem Baubeginn vorher nicht zu rechnen – die Fertigstellung ist dann für 2022 vorgesehen.
