Nach zweijähriger Sanierung und Modernisierung wird die Kirche der evangelischen Hoffnungsgemeinde am Sonntag, 21. Juni, feierlich wieder eingeweiht.
Feierliche WiedereinweihungStadtkirche Chorweiler nach umfassender Sanierung wiedereröffnet

Der Kirchenraum ist hell und einladend und kann unterschiedlich gestaltet werden.
Copyright: Christopher Dröge
Noch haftet der Staub der Innenarbeiten an den Glasscheiben des neu gestalteten Eingangs zum Pariser Platz hin, doch nach gut zweijähriger Bauzeit steht die Sanierung der Stadtkirche Chorweiler kurz vor der Vollendung. Der erste Gottesdienst der evangelischen Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden fand zwar bereits am Ostersonntag statt, allerdings noch unter sehr provisorischen Bedingungen. Am kommenden Sonntag, 21. Juni, soll nun der fertig renovierte Gebäudekomplex ganz offiziell im Rahmen eines Festgottesdienstes und Gemeindefestes eingeweiht werden.
Seit 1978 prägt der kompakte Ziegelbau der Stadtkirche den Pariser Platz, gemeinsam mit der im gleichen Stil gehaltenen katholischen Kirche und dem Bezirksrathaus. Doch nach über 40 Jahren hatte sich das Gebäude zuletzt in einem „arg bestoßenen“ Zustand befunden, wie Guido Steffen, Mitglied des Presbyteriums, sagt. Schäden an den Leitungen, ein undichtes Dach und weitere Mängel hatten bereits 2018 den Wunsch nach einer grundlegenden Modernisierung der Kirche aufkommen lassen.
Heller Kirchenraum, flexible Gestaltung
Nach der Sanierung zeigen sich Foyer und Kirchenraum nun in einem deutlich freundlicheren Licht: weiß gestrichene Wände und ein heller Holzboden sorgen für eine einladende Atmosphäre. Das Kreuz ist in einer Ecke des Raumes angebracht und hält einige Zentimeter Abstand von der Wand, wodurch es in ein Spiel von Licht und Schatten eingebunden ist. Altar, Taufstein und „Ambo“ – das Lesepult für die zur Gemeinde sprechende Person – sind als kubische Elemente gestaltet, die nicht fest installiert sind, sondern deren Anordnung immer wieder neu kombiniert und variiert werden kann, um unterschiedlichen Anlässen gerecht werden zu können.
Ein Gewinn für die Gemeinde ist auch die kleine Dachterrasse, dank der das Gebäude nun über einen Außenbereich verfügt. Die Aufwertung des Eingangs zum Pariser Platz möchte die Gemeinde als Öffnung zur Gesellschaft hin verstanden wissen – nicht als Abwendung von der katholischen Nachbargemeinde. Dank zweier Aufzüge ist das Gebäude künftig auch barrierefrei. Allerdings ist die Gemeinde künftig in dem Gebäude nicht mehr allein: Zur Finanzierung der Modernisierung und der allgemein gestiegenen Betriebskosten, sollen das zweite und dritte Obergeschoss vermietet werden, so etwa an das Sozialpsychiatrische Zentrum Chorweiler der Diakonie Köln und Region.
Beginn des Festgottesdienstes ist um 15 Uhr, anschließend wird gefeiert.
