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KG Närrische GrielächerKKK-Damensitzung begeistert mit buntem Programm

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Eine Frau im blauen Kleid steht singend mit Mikrofon in der Hand auf einer Bühne.

Sängerin und Hofdame Désirée Pethke bei einem ihrer Liedvorträge während der KKK-Damensitzung

Kaffee-Kuchen-Korn: Bei der KKK-Damensitzung in Worringen hatten 400 Jeckinnen Spaß an brillanten Auftritten, darunter auch Prinz Michael II.

Die Session ist kurz. Der Terminkalender der Worringer Prinzengesellschaft Närrische Grielächer prall gefüllt. Vor allem Worringens amtierender Oberjeck Prinz Michael II. (Michael Ligocki) hat alle Hände voll zu tun. „Dramatisch jeck“ hat der Grielächer den „Fastelovend em Jepäck“, reist mit seinem mächtigen Hofstaat von einer Veranstaltung zur nächsten. Voller Leidenschaft füllt der sprachgewandte Gymnasiallehrer, Regisseur und Schauspieler bei der Worringer Dramatischen Vereinigung, der Sänger, Karnevalist und Komponist aus den Reihen der Grielächer die Prinzen-Rolle aus, begeistert durch seine offene, lebensbejahende Art.

Bei der Damensitzung KKK (Kaffee-Kuchen-Korn) der rot-weiß-grün-gelb-gefärbten Grielächer im Worringer Vereinshaus taucht er mit seinem Gefolge zum Heimspiel auf – rund 400 bunt kostümierte Jeckinnen liegen ihm zu Füßen. „Ihr habt es geschafft, ich bin absolut sprachlos“, sagt der Prinz und dankt der jubelnden Damenmannschaft für den „wunderbaren Einzug, in diese herrlich gefüllte Festspielhalle im Kölner Norden“. Es sei ihm eine große Freude, jetzt als Prinz Karneval auf dieser Bühne zu stehen, auf der er schon seit mehr als 30 Jahren bei zahlreichen Theater- und Karnevalsauftritten gestanden habe.

Einzige Damensitzung im Worringer Karneval

Aus einer eigens eingerichteten Bühnen-Prinzen-Loge heraus, verfolgt Ligocki (44) das rund dreieinhalbstündige KKK-Sitzungsprogramm der „einzigen, wahren Damensitzung“, wie Sitzungsleiter Markus Kohr es formuliert. Als damaliger Grielächer-Literat hatte sein Vater Albert Kohr 1989 den Grundstein für die Damensitzung gelegt. Seitdem ist sie nicht nur außerordentlich beliebt und erfolgreich, sondern bis heute im Worringer Karneval als reine Damensitzung einzigartig. „Das Sitzungskonzept ist einfach toll“, findet auch Annette Meudt, die seit vielen Jahren die KKK-Sitzung besucht. Es sei eine andere Stimmung als bei Sitzungen mit gemischtem Publikum, sagt sie.

Die KKK-Party startet traditionell mit Kaffee und Kuchen und geht mit Sitzungsbeginn friedlich in eine Kölsch-Korn-Schnittchen-Phase über. „Heben wir das Glas, freuen uns auf das Sodbrennen, auf das wir niemals erwachsen werden“, verkündet Sitzungspräsident Kohr. Der Spruch kommt an. „Ein Prosit der Gemütlichkeit“, spielt die Saalkapelle Confetti.

Lieder von Mätropolis und Karl Berbuer halten den Saal in Bewegung

Das erste musikalische Highlight des Nachmittags präsentieren die beiden Sängerinnen Désirée Pethke und Sarah Steven mit dem kölschen Popsong „Rakete“ von Kölns Frauenband Mätropolis: „Wir starten die Rakete, dä-dä-dä-dä-dä-dä-dä-dä“ – mitsingen leicht gemacht. Genau wie bei Karl Berbuers „Camping Leed“ von 1954, vorgetragen von der Trummegruppe. Der musikalische Kontrast ist riesig. Doch auch andere stimmungsvolle Gesangsnummern kommen im Saal gut an. Mitsingen, mitklatschen oder im aufwändig gestalteten Hochglanzliederheft blättern, hält das Volk in Bewegung.

Neben einigen Rednern begeistern die vereinseigenen Kinder,- Jugend- und Traditionstanzkorps sowie das Männerballett Blattfeddere mit flotten Tänzen zu aktuellen kölschen Hits. Gegen Ende des Sitzungsspektakels unterhält Prinz Michael II. noch einmal höchstpersönlich die Damenwelt mit einem bunten Liedermix. Tosender Applaus. Klarer Heimsieg für ihn und seine Närrischen Grielächer.

www.kg-naerrische-grielaecher.de