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Das neue Gymnasium wächst

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Widdersdorf – Das Gymnasium Neue Sandkaul nimmt weiter Gestalt an. Im Juli beginnen die Arbeiten für einen Erweiterungsbau entlang der Straße Unter Linden. Durch den Neubau wird ein Schulareal in Form eines Blockrandensembles entstehen. Die Gebäude werden also in geschlossener Bauweise um den Schulhofbereich angeordnet sein und das Schulgelände zum angrenzenden Stadtraum klar getrennt.

Die Schule wird mit Hilfe der Erweiterung um einen Ganztagsbereich mit Aula, ein pädagogisches Zentrum sowie Fachräume für den naturwissenschaftlichen Unterricht ergänzt. Im Erdgeschoss wird sich der zentrale Eingangsbereich mit einer Pausenhalle befinden.

Offenes Forum

Daran wird sich die Aula als eigenständiger Baukörper anschließen. Im ersten Stock werden der Ganztagsbereich und das Pädagogische Zentrum zu finden sein. Daran werden eine Bibliothek und ein so genanntes „Selbstlernzentrum“ angebunden. Eine Zone vor dem Ganztagsbereich ist für das Lernen in Gruppen oder auch selbstständiges Lernen sowie für Kommunikation vorgesehen. Auch ein Schüler-Café nebst einer Aufenthaltszone soll dort entstehen. Im zweiten Obergeschoss werden die naturwissenschaftlichen Räume untergebracht. Im Zentrum soll ein offenes Forum die Möglichkeit bieten, außerhalb der Fachräume in Kleingruppen zu arbeiten.

Die Stadt hat das Grundstück mit den bestehenden Gebäuden darauf Anfang 2020 erworben. Bereits seit 2018 ist das Widdersdorfer Gymnasium dort beheimatet und teilt sich die Räume mit der Internationalen Friedensschule, für die das Schulgebäude ursprünglich gebaut wurde.

Letztere wird bis zum Schuljahresbeginn 2022/23 in Ossendorf einen Neubau errichten und dann ausziehen. Nach Auszug der Friedensschule werden im erweiterten Gymnasium Neue Sandkaul rund 780 Schülerinnen und Schüler lernen können. Ganz freiwillig zieht die Internationale Friedensschule nicht um.

Sie war in den Jahren vor 2017 in finanzielle Bedrängnis geraten. Deswegen hatte sich der Investor, das Bauunternehmen Amand, mit seiner Beteiligung zurückgezogen. Zuletzt wollten aber Eltern die Schule von ihm kaufen, und zwar die Betreibergesellschaft und die Schulgebäude. Die Eltern konkurrierten insoweit mit der Stadt. Das Ganze endete in einem Kompromiss. Die Eltern konnten den Betrieb der Schule übernehmen. Doch das Gebäude und das Grundstück erwarb die Stadt, wobei die Internationale Friedensschule dort fünf Jahre als Mieter bleiben konnte, um in der Zwischenzeit ein neues, privat finanziertes Schulgebäude in Ossendorf zu bauen. Dieses wird übernächstes Jahr fertig sein.