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"Die Atmosphäre ist etwas ganz Besonderes"

4 min

Bernhard Berger vor der Markierung Rheinkilometer 681

  1. Der Campingplatz in Rodenkirchen ist vielleicht der beliebteste in Köln. Bernhard Berger verrät, warum das so ist

Idyllisch unmittelbar am Rhein gelegen, erfreut sich Camping Berger bei Gästen aus nah und fern großer Beliebtheit. Nicht nur Touristen und Urlauber, sondern auch viele Dauergäste aus dem Kölner Umland haben ihren Wohnwagen dort stehen und kommen so oft wie möglich. Bereits in der dritten Generation führt Bernhard Berger die Anlage, die sein Großvater Jakob im Jahr 1931 eröffnet hatte.

Herr Berger, das Camping hat sein angestaubtes Image längst abgelegt und liegt nicht zuletzt bei jungen Leuten voll im Trend. Was macht in Ihren Augen die "Faszination Camping" aus?

Camping bietet für alle etwas. Egal ob unsere Gäste mit Fahrrad und Zelt unter dem Motto "back to the roots" anreisen, ob sie mit Auto und einem kleinen oder familientauglichen Caravan vorfahren, ob sie mit dem klassischen VW-Bus oder einem luxuriös ausgestatteten Wohnmobil hier sind: Alle sind total entspannt unterwegs und an der frischen Luft. Kinder schließen auf unserer Anlage sofort neue Freundschaften und haben ihren Spiel- und Freiraum. Außerdem ist die Atmosphäre unter den Campern etwas ganz Besonderes. Das zeigt sich schon daran, dass beispielsweise Besitzer von Luxus-Wohnmobilen, die sich locker einen Urlaub in einem Fünf-Sterne-Hotel leisten könnten, lieber bei uns ihre Ferien verbringen. Denn hier trifft man Menschen aus allen Ländern - jeder hat etwas Interessantes oder Lustiges zu erzählen.

Ihre Gäste kommen aus ganz Deutschland und über die Grenzen hinaus nach Rodenkirchen. Was macht die Anlage so besonders?

Unser Campingplatz liegt sehr schön im Grünen direkt am Rhein - genauer gesagt am Rheinkilometer 681. Unsere Gäste sind schnell und einfach in der Großstadt Köln, die ja nur sieben Kilometer entfernt liegt und bekanntlich sehr viele Sehenswürdigkeiten und Events zu bieten hat. Außerdem verfügt unsere Anlage über einen Vier-Sterne-Standard.

Wie sieht Ihr typischer Gast aus?

Das ist schwer zu beantworten, weil wir so viele unterschiedliche Menschen hier haben. Der klassische Kurzurlauber verweilt jedoch etwa zwei bis drei Tage bei uns. Er besucht die Stadt, besichtigt den Dom, schlendert durch die Altstadt, geht ins Theater oder auf ein Konzert. Und genießt dazu das Campingflair mit Aussicht.

Wie kann man sich einen warmen Sommertag auf Ihrem Campingplatz vorstellen? Was unternehmen die Urlauber?

Die meisten Gäste schlafen zunächst aus und frühstücken dann im Freien. Den weiteren Tag verbringen sie je nach Interesse: Sie gehen shoppen, chillen mit der Familie am Strand - der sogenannten Rodenkirchener Riviera -, unternehmen Fahrradtouren oder gehen im Weißer Bogen spazieren. Abends sitzen die Menschen mit ihren Campingnachbarn zusammen, plaudern und grillen. Wer keine Lust hat, selber Fleisch und Gemüse auf den Rost zu werfen, kann sich in unserem Biergarten oder im Restaurant verwöhnen lassen.

Der Campingplatz Berger ist seit 1931 in Familienbesitz. War für Sie eigentlich immer klar, dass Sie den von Ihrem Großvater Jakob gegründeten Betrieb fortführen möchten?

Ja, das war für mich immer klar. Diese Entscheidung war für mich vollkommen alternativlos!

Gibt es für die laufende Saison 2018 Pläne für Veranstaltungen?

Auf jeden Fall bieten wir wieder Public Viewing zur Weltmeisterschaft in Russland im Juni und Juli an. Dieses gemeinsame Fußballgucken findet in unserem Biergarten auf der großen Sonnenterrasse statt.

Zur Person

Bernhard Berger wurde am 7. Januar 1966 in Köln geboren. Der gelernte Mechaniker führt den Campingplatz seit 1992. Berger ist verheiratet und hat zwei Kinder - der 23-jährige Benedikt arbeitet bereits im Betrieb mit. Im Urlaub fährt Berger Ski, wandert oder ist in seinem Wohnwagen in Zoutelande.

STECKBRIEF

Das mag ich an Rodenkirchen: Das ist die einmalige geografische Lage: Das Veedel liegt im Grünen, und doch ist die große Stadt so nahe. Hinzu kommt noch das tolle Ambiente hier: Rodenkirchen ist im Prinzip ein Dorf mit einem unvergleichlichen Ausblick auf Köln. Das ist verbesserungswürdig:

Es fehlt im Veedel definitiv eine geeignete Anlaufstelle oder ein Treffpunkt für die Jugendlichen. Lieblingsort in Rodenkirchen: Auch wenn ich da jetzt ein wenig Eigenwerbung betreibe: Das ist der Rheinkilometer 681.