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Katastrophale Lage in PartnerstadtOB Burmester spricht von „tödlicher Gefahr“ – Stadt Köln spendet Geld

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Feuerwehrleute löschen ein Feuer in einem Hochhaus in Dnipro nach einem Drohnenangriff.

Feuerwehrleute bekämpfen einen Brand in einem 16-stöckigen Wohngebäude in Dnipro, das von einer russischen Drohne getroffen wurde.

Die Lage in der Kölner Partnerstadt Dnipro ist katastrophal. Köln spendet nun Geld für dringend benötigte Generatoren.

In der südostukrainischen Millionenmetropole Dnipro ist die Situation seit Wochen verheerend. Die Bevölkerung leidet wiederholt unter schweren russischen Luftschlägen. Einer der intensivsten Angriffe seit Langem ereignete sich erst vergangene Woche. Infolgedessen waren Hunderttausende Menschen erneut ohne Elektrizität und Wärmeversorgung.

Die Angriffe trafen hauptsächlich Wohngebäude sowie Energieinfrastruktur. In der Stadt wurden vier Personen verletzt, zu denen auch ein Säugling und ein vier Jahre altes Mädchen zählen. Sie gehören zu den zahlreichen Opfern, die in der Region über die letzten Monate zu beklagen waren.

20.000 Euro Spende aus Köln für Stromgeneratoren

Zum Winteranfang in der Ukraine hat die russische Armee ihre Attacken auf die Energieversorgung des Landes intensiviert. Die Stadt Köln stellt ihrer Partnerstadt Dnipro nun 20.000 Euro zur Verfügung, um dringend notwendige Stromgeneratoren zu finanzieren. Stromausfälle beeinträchtigen kritische städtische Bereiche. So mussten Kliniken temporär auf Notstromversorgung ausweichen. Der öffentliche Nahverkehr, inklusive der U-Bahn, ist ebenfalls von den Ausfällen betroffen.

Die Beschaffung der Generatoren und deren Transport in die Kölner Partnerstadt wird der Verein Blau-Gelbes Kreuz e.V. übernehmen. Darüber hinaus hat die Stadt Köln mithilfe von Mitteln der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) einen Hybridgenerator erworben. Auch diesen wird der Verein in den Südosten der Ukraine liefern, wie die Stadt am Freitag bekannt gab. Die finanziellen Mittel stammen von Mitarbeitenden der Stadt, die monatlich auf freiwilliger Basis die Cent-Beträge ihres Nettolohns spenden.

Ein Stromgenerator steht im Januar in einer Straße in Dnipro. Er ist nach russischen Angriffen und Stromausfällen lebenswichtig.

Stromerzeuger wie dieser sind im ukrainischen Winter überlebenswichtig. Hier ist ein Generator im Januar in einer Straße von Dnipro zu sehen, nachdem russische Angriffe erneut zu Stromausfällen führten.

Am Montag, dem 23. Februar 2026, wird Oberbürgermeister Torsten Burmester Linda Mai, die Vorsitzende des Blau-Gelben-Kreuz e.V. und Honorarkonsulin der Ukraine, im Spendenlager des gemeinnützigen Vereins in Köln-Raderberg treffen. Dort wird er ihr die Spende offiziell zusichern.

OB Burmester: „Tödliche Gefahr für Alte und Kranke, Kinder und Bedürftige“

„Auch unsere Freundinnen und Freunde in Dnipro sind der menschenverachtenden russischen Kriegsführung ausgesetzt“, so die Erklärung von Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester. „Wer bei nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 25 Grad systematisch Heizkraftwerke, Stromversorgung und kommunale Infrastruktur angreift, der bringt Alte und Kranke, Kinder und Bedürftige in tödliche Gefahr.“

Laut dem OB leiste Köln seit vier Jahren unerlässliche Hilfe für Dnipro, etwa durch die Lieferung von Ambulanzfahrzeugen und Stromerzeugern. Die Metropole und Köln sind seit dem 28. August 2024 offiziell als Partnerstädte verbunden. Schon seit 2022, dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine, kooperieren die beiden Städte eng. Damals wurden bereits 118 Stromgeneratoren nach Dnipro geliefert. Anfang 2025 spendete die Stadt Köln außerdem 30 gebrauchte Rettungswagen (red).

Burmester fügte hinzu: „Diese Hilfe ist für uns selbstverständlich, um das unermessliche Leid der Bevölkerung zu lindern, und sie ist ein Zeichen unserer absoluten Solidarität mit der Ukraine.“

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.