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Drei Freunde in schicken neuen Kostümen

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Das Dreigestirn mit Adjutanten und Prinzenführerin

Langel/Rheinkassel/Kasselberg – Traditionen gibt es viele, auch die, dass in Köln die Karnevalssession am Elften-im-Elften eröffnet wird, um 11.11 Uhr. In den Rheindörfern Langel, Rheinkassel, Kasselberg im Kölner Norden ticken die Uhren anders. Seit Jahren ist man sich dort einig, eine Woche vor allen anderen in den Karnevalsrummel einzusteigen, konsequent um 16.11 Uhr, in der Langeler Weetschaff „Op d’r Eck“. Zur Tradition der Dorfgemeinschaft (Larheika), die den Karneval am Kölner Nordpol organisiert, gehört auch, nicht in jedem Jahr ein Dreigestirn zu präsentieren. Doch für die Session 2019/2020 heißt es jetzt aufatmen. „Alles im Zeichen der Drei“ ist das Motto.

Drei Freunde, aus drei Karnevalsgesellschaften und drei Dörfern. Das Dreigestirn mit Prinz Kai I. (Kai Knieps), Bauer Gregor (Gregor Bahlmann) und Jungfrau Robina (Roberto Palmas) ist da. Christine Bade, Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, hat sie proklamiert, in ihre Ämter berufen, sie mit den notwendigen karnevalistischen Insignien ausgestattet, stehend, von einer Sitzbank in der proppenvollen Kneipe herab. „Wenn et Trömmelche jeit“ spielt der Fanfarenzug Merkenicher Musketiere auf engstem Raum. Statt „Kölle Alaaf, Alaaf“, wie es im Text heißt, singen befreundete Gäste der Thalia Blau Weiss Delhoven: „Delve Alaaf, Alaaf“. Wie schön, diese karnevalistische Interpretation über alle Stadtgrenzen hinweg.

Prinz und Bauer präsentierten sich diesmal in komplett neuen Kostümen. Das alte Prinzen-Wöbchen sei mit der Zeit rosa geworden, sagt Christine Bade. „Da musste was Neues her.“ Bei Bauer Gregor war es dessen stattliche Statur, die ein neues Kostüm erforderte. Jürgen Kulartz, Geschäftsführer der Dorfgemeinschaft, geht noch einen Schritt weiter: „Als Hobbyangler braucht der Gregor gar keine Rute. Der erschlägt die Fische mit bloßen Händen“, scherzt er. Auf das Rheindörfer-Trifolium in der Session 2019/2020 hatten sich die drei Karnevalsfreunde von der KG Schloppkrade (Prinz Kai I.), der KG Nie d’heim (Bauer Gregor) und der KG De Höppemötzjer vum Dörp (Jungfrau Robina) bereits vor drei Jahren geeinigt. Die Argumente: Sie sind von Kindesbeinen an jeck auf Karneval. Und sie sind im kommenden Jahr alle drei 50 Jahre alt. Das schweißt zusammen. „Unser Hätz schleit för dä Fastelovend im Veedel“, fasst Prinz Kai die Gemütslage zusammen.