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Kommentar zu Schilder-Posse vor Kölner Schule
Statt bürokratischer Auflagen braucht es kreative Lösungen

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Ein Mast mit Tempo-30-Schild vor der Schule Nußbaumerstraße.

Auf der Nußbaumerstraße ist kein Platz mehr für eine digitale Anzeigetafel.

Wenn an der Nußbaumerstraße Autos oder Motorräder dank der Smiley-Anzeigen abgebremst werden können, muss dafür eine Lösung gefunden werden.

Wer auf Kölns Straßen unterwegs ist, muss auf immer mehr Dinge achtgeben: Der Schilderwald wird dichter statt lichter. Es gibt Straßen, in denen Versuche durchgeführt werden. Dort gibt es kuriose Elemente, versuchsweise platziert. Mitunter ändern sich Regeln auch zeitweise – etwa in den sogenannten Schulstraßen. Da ist mancher überfordert.

Es gibt schließlich auch noch die, die es nicht für nötig halten, auf all das achtzugeben, schon gar nicht auf die anderen, die unterwegs sind. Vor solch einem Hintergrund könnte ein Gerät, das deutlich sichtbar Tempoangaben und Smiley-Gesichter anzeigt, die aber keinerlei Vorschriften oder regelnde Funktion haben, als überflüssig, wenn nicht sogar gefährlich angesehen werden. Es könnte ablenken von anderen Schildern oder Signalen und nicht zuletzt vom Verkehrsgeschehen selbst.

Köln: Lösungen können gefunden werden – wenn gewollt

Diese Befürchtung haben die städtischen Verkehrsmanager an der Nußbaumerstraße. Ein Bürgerverein, der sein gut gemeintes Angebot zur Schulwegsicherung gern umsetzen möchte, aber nicht darf, fühlt sich deswegen brüskiert. Die Fronten scheinen verhärtet. Das waren sie aber auch lange Zeit beispielsweise in der Frage, ob ein zusätzlicher Zebrastreifen möglich ist, der den Schulweg über die Äußere Kanalstraße sicherer macht. Inzwischen ist er markiert und funktioniert.

Wenn an der Nußbaumerstraße mehr vorbeirasende Autos oder Motorräder dank der sympathischen Mahnungen durch Smiley-Anzeigen abgebremst werden können, sollte dafür eine Lösung gefunden werden. Kreativität galt einmal als Stärke im Bezirk Ehrenfeld.

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