Streit um Siemens-AbrissGegner versammeln sich auf dem Neptunplatz

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Demo Neptun1

Kundgebung auf dem Neptunplatz

Ehrenfeld – Der Streit um die Zukunft des Siemens-Gebäudes geht weiter. Nachdem die Stadt Köln das Gelände an den neuen Investor, die Corpus Sireo Real Estate GmbH, verkaufte, droht der Abriss des 70er-Jahre-Baus. An seiner Stelle soll ein neues Wohnviertel mit rund 450 Wohnungen, zwei Tiefgaragen, einer Kindertagesstätte, Spielplätzen und einigen Gewerbeeinheiten entstehen. Im Mai erfolgte die Versteigerung des kompletten Inventars, seitdem wartet der Koloss aus Beton und Stahl, der auf einem Filet-Grundstück an der Franz-Geuer-Straße steht, auf seinen Abriss. Diesen lehnt die Bürgerinitiative Franz-Geuer-Straße ab.

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Neben der Sorge, dass die künftige Bebauung das Mikroklima in diesem Teil Ehrenfelds ungünstig beeinflussen könnte, äußern die Gegner des Projekts auch die Befürchtung, dass trotz eines Anteils an öffentlich geförderten Wohnungen aufgrund des Mietniveaus der frei finanzierten Wohnungen die Mietpreise in bestehenden Häusern steigen könnten. Sie betonte ihre Forderungen jetzt noch einmal bei einer Kundgebung auf dem Neptunplatz: „Ich habe die Hoffnung, dass die Bezirksvertretung gegen die neuen Bebauungspläne stimmt“, verkündete ihr Sprecher, der nicht genannt werden möchte.

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Gegner sorgen sich auch um Bäume, die gefällt werden müssten.

Er und seine Mitstreiter fordern unter anderem, dass das Gebäude erhalten bleibt und in Wohnraum umfunktioniert wird. Auch will die Initiative verhindern, dass die Bäume auf dem Areal gefällt werden, die beim Abriss des Gebäudes ebenfalls gefällt werden müssten: „Wenn wir einen Widerstand auf die Beine stellen können, kann der Abriss vielleicht noch verhindert werden“, so der Sprecher, „das Kind ist noch nicht in den Brunnen gefallen.http://​www.fgskoeln.de

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