Weidenpesch/Nippes – Ein kleiner Bär steht im Mittelpunkt der Geschichte, die momentan im Bezirksrathaus Nippes präsentiert wird. Die warmen, hellen Strahlen der Sonne wecken ihn aus seinem Winterschlaf, und er genießt die schönen Frühlingstage. „Als er sich eines Abends von der Sonne verabschiedete, spürte er etwas Größeres in seinem Brustkorb“, steht unter der Illustration geschrieben: Er hat sich in die Sonne verliebt. „Von Dir träum’ ich Tag und Nacht“, schreibt der Bär in sein Tagebuch. Als sich die Sonne in einer Schlechtwetterphase tagelang nicht zeigt, entschließt er sich, sie zu suchen – zusammen mit seinem Freund, dem Zaunkönig – ein Maskottchen des Zeichners Norman Zey. Schließlich entdeckt er die Sonne eines Abends, als er in den Wald geht und einen Baum hochklettert; wo sie gerade am Abendhimmel steht. „Hallo, kleiner Bär, ich hab’ schon auf Dich gewartet!“ begrüßt sie ihn. „Wo warst Du, Sonne?“ erwidert er. „Immer bei Dir… in Deinem Herzen!“ heißt es in der wunderschönen Schluss-Szene der 22-teiligen Geschichte.
Mit ganz viel Herz ist also diesmal die Kunst-Ausstellungsreihe im Foyer des Bezirksrathauses gestartet. Vor rund 50 Besuchern eröffnete Bezirksbürgermeister Bernd Schößler mit Zey die Schau „Als der Bär die Sonne fand“, die diesmal auch für Kinder und Familien besonders interessant ist.
Lionel Richard sorgte während der Vernissage für Soul-Funk-Klänge, der befreundete Musiker Kwaku Bimpong Buta brachte mit seinem positiven Lied „Wenn ich Dich seh’“ eine gut zur Geschichte passende Ergänzung. Die Kernbotschaft: Alles, was man sich wünscht, gibt es bereits – man muss es nur noch finden!

Die Auftaktszenen der Bildergeschichte: Der Bär wird von der Sonne geweckt, ist von Helligkeit und Wärme angetan.
Copyright: Bernd Schöneck
„Die Arbeit ist vor Monaten entstanden“, erläutert Zey, parallel zu den Zeichnungen für ein anderes Kinderbuch. Ein Teil der Bilder ist in eine Collage mit Fotomotiven eingeflossen, die er oder befreundete Fotografen auf Rundgängen in Köln aufgenommen haben – etwa das Bild am wolkenverhangenen Rheinufer, mit Blick auf die Kranhäuser des Rheinauhafens. „Für mich ist die Geschichte vom Bären nicht nur eine für Kinder, sie besitzt auch Tiefsinnigkeit und philosophischen Inhalt“, so der Künstler, der mittlerweile in Raderberg lebt.
Momentan erweitert er die Story noch um einige Bilder, dann will er sie an einen Verlag schicken, wo sie dann hoffentlich als Buch erscheint. „Es ist mein Anliegen, die Menschen zu berühren. Sie sollen ruhig auch mal sich selbst fühlen, gerade in der heutigen Zeit ist das wichtig.“
BIS 13. FERBRUAR

Die Auftaktszenen der Bildergeschichte: Der Bär wird von der Sonne geweckt, ist von Helligkeit und Wärme angetan.
Copyright: Bernd Schöneck
Die Ausstellung „Als der Bär die Sonne fand“ ist noch bis Donnerstag, 13. Februar, zu den regulären Öffnungszeiten im Foyer des Bezirksrathauses Nippes, Neusser Straße 450, zu sehen.
