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Zahlreiche NeueröffnungenDas tut sich in der Kölner Gastronomie

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Eine Restaurant-Legende hat wieder eröffnet: Tomas und Sandi Santillan führen das „El Gaucho“ ihres Vaters weiter.

Eine Restaurant-Legende hat wieder eröffnet: Tomas und Sandi Santillan führen das „El Gaucho“ ihres Vaters weiter.

Köln – Köln rüstet gastronomisch auf. Innerhalb von nur wenigen Tagen gehen so viele neue Lokale an den Start, dass sich das Angebot an Restaurant-Plätzen allein in der Innenstadt um mehrere Hundert erhöhen wird.

„El Gaucho“ zieht auf die Ringe

Den Anfang im Eröffnungsreigen machte bereits in der vergangenen Woche das seinerzeit erste argentinische Steakhaus Deutschlands. Nachdem das legendäre „El Gaucho“ seinen Ortswechsel vom Barbarossaplatz zum Hohenstaufenring eigentlich schon für September 2015 angekündigt hatte, ist der riesige Grill, auf dem rund hundert 350-Gramm-Fleischstücke Platz haben dürften, nun definitiv in Betrieb.

Im ehemaligen „Grande Milano“, wo einst Alessandro Minotti feine italienische Küche offerierte, freuen sich Tomas und Sandi Santillan, die 51 und 50 Jahre alten Söhne des vor zwei Jahren verstorbenen „El-Gaucho“-Gründers auf ehemalige und neue Gäste. Mit seinem 1971 eröffneten Kellerlokal erreichte „Don Carlos“, wie er genannt wurde, in Köln Kultstatus.

„Ginyuu“ am Hohenzollernring

Am 30. November – und damit noch vor der bevorstehenden Wiedereröffnung des Kinos – wird im Gebäudekomplex des ehemaligen Ufa-Palasts am Hohenzollernring im „Ginyuu“ Einweihung gefeiert. Das Konzept des auf zwei Ebenen angelegten Restaurants basiert auf einer offenen Showküche, in der Curry-, Reis- und Nudelgerichte frisch zubereitet werden. Das Lokal verfügt über rund 120 Plätze und eine große Bar.

„L'Osteria“ am Heumarkt und Ebertplatz

Ursprünglich war ein weiteres „Ginyuu“ für das Gürzenich-Quartier vorgesehen. Statt dessen wird Geschäftsführer Kent Hahne am ersten Dezember dort das Opening (s)eines neuen „L’Osteria“-Ablegers vornehmen: Drei Jahre nach Inbetriebnahme eines ersten Lokals der Kette an der Hahnenstraße, wird jetzt der zweite Kölner Standort gegenüber der Haltestelle Heumarkt eingeweiht. Ein dritter Ableger der ursprünglich in Nürnberg gegründeten Kette wird Anfang kommendes Jahres an den Ebertplatz ziehen.

Kent Hahne steht der in Bonn ansässigen, auf Systemgastronomie spezialisierten Apeiron GmbH vor. Als Franchise-Experte führte der Deutsch-Amerikaner vor Jahren erst McDonald's-Restaurants, dann war er Mitbegründer Vapiano-Kette, von der er sich 2015 getrennt hat. Das neue Restaurant in der Martinstraße ist Hahnes achte L’Osteria – Investitionsvolumen 1,4 Millionen Euro.

„Mauris“ in der Pfeilstraße

Hinter einer Neueröffnung am Freitag in der Pfeilstraße steckt die Familie Giglio, die auf Aachener- und Venloerstraße ihre Pizzerien „Piccola Originale“ betreibt. Jetzt hat sie mit „Mauris“ zusätzlich die Räumlichkeiten des bisherigen „Zwölf Aposteln“ bezogen und bietet dort neben italienischen Speisen eine Theke mit italienischer Feinkost an; hauptsächlich Schinken und Käse. Etwas weiter im „Spitz“, hängt nach wie vor ein „zu vermieten“-Schild.

„Luxx“, „Mama“ und „Reef&Beef“ - noch mehr Neueröffnungen

„Luxx“ am Ring

An der Stelle des „Sushi am Ring“ entsteht ein Lokal namens „Luxx“, das am 2. Dezember eröffnet werden soll. Betreiber Yusuf Kesken, bisher an der Keupstraße anzutreffen, plant auf 280 Quadratmetern Restaurant und Shisha-Bar.

„Mama“ in der Brückenstraße

Noch gänzlich unbekannt in Köln ist ein italienisches Restaurant-Konzept, das sich „Mama“ nennt und sich als moderne Interpretation einer Trattoria versteht. Nach fünf Standorten in Hamburg ist das norddeutsche Unternehmen dabei, in andere Städte zu expandieren. In Köln steht die Eröffnung eines ersten „Mama“ in Kürze an der Brückenstraße bevor.

„Reef&Beef“ an der Bonner Straße

Ein weiterer Neuzugang für Köln ist das „Reef&Beef“, das der Düsseldorfer Steakhauskönig Mansur Basam am Freitagabend für geladene Gäste an der Bonner Straße eröffnet. Er habe lange nach einer geeigneten Location gesucht, und sich für die Räumlichkeiten entschieden, in denen das „Culinarius Süd“ (ehemals „Bellini“) untergebracht war. Neben 140 Plätzen in Restaurant und Wintergarten gibt es einen schönen Garten mit 250 Sitzmöglichkeiten.

Mit seinem Lokalen „Classic Western Steakhouse“, „Golden Calf“ und„Reef & Beef“ gilt der 45-jährige Basam in der Landeshauptstadt als beste Adresse für Fleisch und Fisch vom Allerfeinsten. „Rund 15 Prozent meiner Gäste in Düsseldorf kommen aus Köln.“ Das haben ihn zur Expansion bewogen, erklärt der gebürtige Afghane. Auf der Karte findet sich sowohl Seafood als auch Fleisch von Hereford- und Angus-Rindern sowie das legendäre und sündhaft teure Kobe Beef aus Japan.

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