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Starker Schneefall möglichSchnee zum neuen Jahr in Köln und Region – Wetterdienst warnt

3 min

Bereits am Morgen hatte es in weiten Teilen im Rheinland geschneit, am Abend wurde es auch in Köln weiß.

Zum Jahreswechsel kommt es im Rheinland zu frostigen Temperaturen und Schneefall bis in die tieferen Lagen. Auch in Köln und der Region hat Neuschnee eine Winterlandschaft gezaubert. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Frost und glatten Straßen sowie vor Schneeverwehungen. Es wurden weitere Schneefälle vorausgesagt.

Bereits am Freitagmorgen sind im Rheinland mehrere Zentimeter Schnee gefallen. In Köln wurde es dann am Freitagabend in vielen Stadtteilen weiß. Meteorologen rechnen in den kommen Tagen mit weiteren Schneefällen, auch in der Kölner Bucht.

„In der Nacht zum Samstag im gesamten Bereich weitere Schneefälle mit Glätte, dabei gebietsweise weitere ein bis fünf Zentimeter Neuschnee bis in tiefe Lagen, in Hochlagen auch bis zehn Zentimeter Neuschnee nicht ausgeschlossen“, so der Deutsche Wetterdienst am Freitag. „Auch am Samstag tagsüber weitere Schneeschauer mit Glätte bis ins Flachland. Dann bis zum Abend zusätzlich im Flachland ein bis drei Zentimeter Neuschnee, im Bergland fünf bis acht Zentimeter.“

Schnee im Bergischen Land: Räumdienste im Dauereinsatz

Räumdienste waren im Dauereinsatz, Lastwagen blieben mit durchdrehenden Reifen liegen und Autos rutschten von den Straßen. Im Bergischen Land schlitterte ein Linienbus eine Böschung hinunter und prallte in ein Haus.

Ein Bus kam von der Fahrbahn ab und rutschte in ein Haus.

Ein Bus kam von der Fahrbahn ab und rutschte in ein Haus.

Die Kinder können dafür in den letzten Tagen der Weihnachtsferien den Schlitten rausholen oder eine Schneeballschlacht machen. Denn der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet auch in den kommenden Tagen noch mit frostigen Temperaturen und Schneefall im ganzen Land.

Linienbus schlittert in Kürten Böschung runter

Einen besonders folgenschweren Unfall auf den glatten Straßen gab es im Bergischen Land: Bei einem Busunfall wurden drei Menschen verletzt. Der 47 Jahre alte Fahrer hatte in Kürten auf schneeglatter Straße die Kontrolle verloren. Das Fahrzeug geriet ins Schleudern, kippte um und rutschte schließlich den Hang hinunter, wie ein Polizeisprecher sagte. Am Fuße des Hangs prallte der Bus gegen ein Haus und blieb auf dem Dach liegen. Der Busfahrer wurde schwer verletzt, zwei Fahrgäste kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.

Ein Streu- und Räumfahrzeug des Winterdienst fährt in Königswinter.

Ein Streu- und Räumfahrzeug des Winterdienst fährt in Königswinter.

Auch im Sauerland und in der Eifel gab es Dutzende Unfälle im morgendlichen Berufsverkehr. Im Kreis Unna wurde ein 22-Jähriger schwer verletzt, als er mit seinem Auto von der glatten Straße gegen einen Baum rutschte. In Hamm stürzten laut Polizei mehrere Radfahrer auf den rutschigen Wegen und verletzten sich.

Im Sauerland blieben auf der A44 zwischen Marsberg und Lichtenau mehrere Lastwagen stecken. Die Lkw standen bis in die frühen Morgenstunden auf der Fahrbahn, da sie wegen glatter Straßen und starken Schneefalls nicht weiterfahren konnten, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Auch auf der A1 in der Eifel gab es Probleme mit Lastwagen, die nicht weiterkamen.

Wetterdienst warnt vor Schneeverwehungen – Weiterer Schneefall

Am Freitagvormittag hatte der Winterdienst die wichtigen Strecken im Land weitgehend von Schnee und Eis befreit. Vor allem im Sauerland warnte der Deutsche Wetterdienst aber weiterhin vor Gefahren durch den Wintereinbruch. Weil dort parallel zum Schneefall ein kräftiger Wind weht, seien insbesondere oberhalb von 600 Metern Schneeverwehungen möglich. Auf nicht unbedingt nötige Fahrten sollten Autofahrer dort lieber verzichten, rieten die Meteorologen.

Blick in eine am verschneite, leere Straße in Königswinter.

Blick in eine am verschneite, leere Straße in Königswinter.

Des einen Leid, des anderen Freud: Viele Schulkinder nutzten den Wintereinbruch in den letzten Tagen der Weihnachtsferien und zogen mit ihren Schlitten zum nächsten Hang. In der Wintersportarena Sauerland waren insgesamt 53 Lifte geöffnet. Neben dem großen Skiliftkarussell in Winterberg haben auch zahlreiche kleinere Betreiber ihre Schneekanonen angeworfen und die Ski- und Rodelpisten präpariert.

Für Skilanglauf reicht der bislang gefallene Schnee hingegen noch nicht. Gespurte Loipen gab es nirgendwo im Sauerland.

Auch am Wochenende bleibt es draußen frostig. Der Deutsche Wetterdienst rechnet in den Hochlagen mit bis zu zehn Zentimeter Neuschnee. Einzelne Schneeschauer sollen am Samstag und Sonntag auch wieder bis ins Flachland ziehen. In der kommenden Woche soll es dann sogar noch einmal kälter werden. (jv/dpa)