Müll von Silvesterböllern und Raketen gehört nach dem Jahreswechsel mehr oder weniger zum Straßenbild. Doch es gibt eine erfreuliche Entwicklung.
Silvesterbilanz der Kölner AWBWeniger Müll als im Vorjahr – aber Anstieg außerhalb der Innenstadt

Böllerreste und Müll aus der Silvesternacht liegen am Neujahrsmorgen im inneren Grüngürtel zwischen Zülpicher Straße und Bachemer Straße.
Copyright: Michael Bause
Die Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) gehen in einer vorläufigen Bilanz der Silvesternacht insgesamt von weniger Müll im Vergleich zum Vorjahr aus. Das teilte ein Sprecher am Freitag mit.
Er sagte: „Die Böllerverbotszone im linksrheinischen Teil der Innenstadt hat anscheinend Wirkung gezeigt: Dort wurde deutlich weniger draußen gefeiert, was sich auch in einem geringeren Müllaufkommen widerspiegelt. Außerhalb der Innenstadt wurde hingegen mehr gefeiert, wodurch dort wahrscheinlich mehr Abfälle angefallen sind.“
Im Vorjahr hatte die AWB nach Silvester 80 Tonnen Müll eingesammelt, das waren damals 20 Tonnen weniger als im Jahr zuvor. Seinerzeit führte das Unternehmen drei mögliche Gründe für diese Entwicklung an. Erstens: die Verbotszone für Böller in Teilen der Innenstadt. Zweitens: weniger Glasmüll.
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In der Roonstraße liegen am Neujahrstag noch Reste von Böllern.
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Und drittens: Dass die Menschen stärker Papierkörbe oder die sogenannten Eventtonnen der AWB nutzten. Am Freitag nannte das Unternehmen noch keine Zahlen, weil noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind.
Arbeiten von innen nach außen
Dass trotzdem noch Verpackungsmüll im Straßenbild zu sehen ist, liegt auch daran, dass die AWB sich von innen nach außen arbeitet. Laut des Sprechers lag der Fokus in der Silvesternacht erst auf der Reinigung der Brücken und Hauptverkehrsstraßen, um den Verkehrsfluss wieder sicherzustellen.
„Am Neujahrstag begann die Reinigung in den Hotspots der Innenstadt und wurde anschließend auf die übrigen Kölner Stadtviertel ausgeweitet. Diese Arbeiten dauern aktuell noch an“, sagte der Sprecher.
Die AWB Köln beschäftigt laut eigener Aussage fast 2000 Mitarbeitenden und bezeichnet sich als der kommunale Dienstleister für Abfallentsorgung, Wertstoffsammlung, Stadtreinigung und Winterdienst. (mhe)

