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Reste immer noch zu findenStadt lässt weiter Müll des Kölner Großmarkts beseitigen

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Noch immer liegt Müll auf dem Großmarkt: Eine Begehung vom 11. Februar 2026.

Noch immer liegt Müll auf dem Großmarkt: Eine Begehung vom 11. Februar 2026.

Im Januar hatte die Stadt bereits 250 Tonnen Abfälle abtransportieren lassen. Noch immer sind Reste auf dem Gelände zu finden.

Die Stadt lässt weiter die Müllreste auf dem Kölner Großmarkt beseitigen. Im Januar hatte sie bereits 250 Tonnen abtransportieren lassen. Seit dem 4. Februar läuft laut einer Sprecherin eine neue Beauftragung, wie viel seitdem hinzugekommen ist, kann sie bislang nicht mitteilen. Auch Mitte Februar sind noch Lebensmittelreste in den Gassen zwischen den ehemaligen Läden zu finden.

Der Kölner Großmarkt schloss mit dem Jahreswechsel seine Tore. Auf dem Gelände in Raderberg entsteht das Stadtentwicklungsprojekt Parkstadt Süd mit Wohnungen, Büros und Parkanlagen, die den Grüngürtel in Rodenkirchen bis zum Rhein verlängern. Dafür mussten die zuletzt 50 gebliebenen Händler weichen, die umzogen, ihre Unternehmen liquidierten oder insolvent gingen.

Müllberge auf dem Großmarkt wurden zum Ende hin größer

Im Vorjahr verschärfte sich zum Ende des Großmarkts hin das Müllproblem immer weiter: Einige „schwarze Schafe“ unter den Händlern, wie Interessensgemeinschafts-Sprecher Miachel Rieke sie bezeichnet hatte, sowie Fremde luden palettenweise Müll vor der denkmalgeschützten Großmarkthalle ab. Die Stadt arbeitet kontinuierlich daran, ihn abzutransportieren.

Anwohnende verbreiten seit Jahresbeginn Fotos und Videos des Mülls in den sozialen Medien. Darauf ist zu sehen, wie die Masse weniger wird. Woher der Müll im Einzelnen stammt, lässt sich laut Sprecherin nicht sagen. Die Stadt hatte im Herbst schon mitgeteilt: „In Fällen, in denen ein Verursacher ermittelt werden kann, wird ein Ordnungsgeld verhängt. Zudem beauftragt die Verwaltung regelmäßig die AWB mit einer außerordentlichen Reinigung. Die Kosten hierfür trägt die Stadt Köln.“

Noch habe der großflächige Rückbau des Geländes nicht begonnen. Allein die Großmarkthalle soll als Herzstück des neuen Wohnquartiers stehen bleiben und künftig öffentlich genutzt werden. (juh)