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FehlplanungStadt Köln räumt Ladezone an der Rheinuferstraße wieder ab

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Phase 1: Schilder direkt an der Straße

Phase 1: Schilder direkt an der Straße

Köln-Innenstadt – Das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung hat die umstrittenen Halteverbotsschilder, die Mitarbeiter in der vergangenen Woche an der Rheinuferstraße aufstellten, am Dienstag bereits wieder demontiert. Mit den Verkehrszeichen, die zuerst mitten auf dem Radweg standen und später an den Rand versetzt wurden, wollte die Stadt eine neue Ladezone auf der Rheinuferstraße markieren, um die Passagierschiffe am Rhein beliefern zu können.

Die Idee stellte sich jetzt aber offensichtlich als Fehlgriff heraus. „Die Erfahrungen und Beobachtungen, die das Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung innerhalb der vergangenen Woche gemacht hat, haben gezeigt, dass der fließende Verkehr auf der Rheinuferstraße in Fahrtrichtung Norden an den Ladezonen Höhe Filzengraben und Höhe Drehbrücke sehr beeinträchtigt wurde“, sagte ein Stadtsprecher am Dienstag.

Reisebusse haben oft an der Ladezone gehalten

Auch wenn ein Be- und Entladen nur zwischen 10 und 15 Uhr erlaubt war, habe das zu großen Behinderungen geführt. Außerdem hätten an den Ladezonen öfter Reisebusse gehalten, die ihre Passagiere dort aussteigen ließen. Das habe den Radverkehr beeinträchtigt. Die Ladezone auf Höhe des Filzengrabens werde daher ersatzlos entfallen. „Es hat sich gezeigt, dass dieser Bereich von den Logistikunternehmen nicht häufig frequentiert wurde“, so der Sprecher. Die Ladezone vor der Drehbrücke werde auf den dortigen Seitenstreifen verlegt und um rund fünf Meter verlängert.

Die Verwaltung ließ die neuen Ladezonen einrichten, weil Lkw nicht länger mit ihrem hohen Gewicht die Rheinuferpromenade beschädigen sollen. „Das war auch mehr ein Test und nicht in Stein gemeißelt“, begründete der Sprecher das Hin und Her der Stadt, die in der vergangenen Woche bereits einen „Ausführungsfehler“ beim Aufstellen der Halteverbotsschilder einräumen musste.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Köln hatte die Einrichtung der Ladezone kritisiert. „Wir sprechen wir uns gegen die Umwandlung des insbesondere für den Berufsverkehr wichtigen Rheinuferradwegs in ein Logistikzentrum für den Schiffsverkehr aus“, sagte der Vorsitzende Christoph Schmidt. Die Situation dort sei ohnehin angespannt, da der viel zu schmale Radweg den Bedarf nicht abdecke.

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