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Feier für Pflegeeltern

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Longerich – Der Zauberer Sascha Simon war der Star des Nachmittags: Mit seinen lustigen Tricks unterhielt er die Kinder, die im Geschwister-Scholl-Haus auf Decken Platz genommen hatten, sowie deren Eltern. Davor und danach ging's ans große Buffet, wie immer meisterlich vom Team des Nippeser Jugendwohnheims Carl-Sonnenschein-Haus entworfen. „Ich freue mich immer, Sie wiederzusehen“, grüßte der Nippeser Bezirksbürgermeister Bernd Schößler die rund 40 Gäste, Kinder und deren Pflegeeltern. Im integrativen Jugendclub an der Wirtsgasse 14 fand diesmal die alljährliche Feier für Eltern aus dem Stadtbezirk Nippes, die sich als Pflegefamilien engagieren, sowie deren Schützlinge statt. Sie ist als kleines Dankeschön für den Einsatz gedacht, aber auch zum Austausch der Eltern untereinander. Momentan leben 68 Pflegekinder in 59 Familien aus den sieben Nippeser Veedeln – einige Familien haben auch zwei oder mehr Kinder bei sich aufgenommen. In ganz Köln sind es derzeit 637, in 525 Familien. „Wir suchen aber weiterhin Familien“, betont Sven Stenner-Borghoff vom städtischen Pflegekinderdienst, der die Eltern mit seinen Kolleginnen Sabine Malessa und Mac Türk willkommen hieß. Während die Zahl der Pflegefamilien weitgehend konstant sei, steige die Zahl der Kinder, die ein neues Zuhause bräuchten. „Wir haben Kinder in allen Altersgruppen und Nationalitäten.“ Bei den Pflegestellen spiele es keine Rolle, ob die Paare verheiratet oder unverheiratet, gemischt- oder gleichgeschlechtlich seien; auch Einzelpersonen können sich als Pflegemütter oder -väter engagieren. Derzeit lebten rund 40 Prozent der Kölner Pflegekinder in Pflegestellen bei Verwandten, 60 Prozent bei Fremd-Pflegestellen. Im Unterschied zur Adoption, wo die neue Familie mit allen Rechten und Pflichten an die Stelle der leiblichen Eltern tritt, ist die Pflegeelternschaft als Zuhause auf Zeit gedacht. „Das Besuchsrecht der Herkunftseltern sowie deren Kontakt zu den Kindern bleibt bestehen; das kann auch mal zu Konflikten führen“, merkt er an. „Wir versuchen immer den Kindern zu zeigen, wo sie herkommen.“

Zauberer Simon Foto: Schöneck