Holweide – Ein Aufenthalt in der kleinen Stadt Köln ist erholsam und gemütlich. Außerdem gibt es hier viel Grün. Das war der Eindruck von der Großstadt am Rhein, den eine Gruppe von türkischen Schülern nach einem Besuch bei ihren Partnern an der Integrativen Gesamtschule Holweide mit nach Hause nahm. Die Austauschschüler kamen aus Istanbul.
„In diesem Jahr fand unser dritter Schüleraustausch mit der Köy Hizmetleri Anadolu Lisesi statt“, erklärt Alexander Haßler-Barth, der verantwortliche Lehrer. Im März besuchte eine Kölner Gruppe mit elf Kölner Schülern Istanbul. Die Teilnehmer wohnten dort bei ihren Austauschpartnern. Nun waren diese auf Gegenbesuch in Köln.
Neben Sightseeing stand auch ein Projektthema auf dem Programm. Unter dem Motto „Tradition und Moderne – zwischen Erwartung und Realität“ ging es darum, dass man die eigenen Vorurteile abbaut und Menschen in ihrem persönlichen Leben in Familie, Schule und Freizeit kennenlernt. Haßler-Barth: „Typische Klischees wie Ordnung und Pünktlichkeit über die Deutschen oder strenge Religiosität bezüglich der Türken wurden revidiert.“ So erfuhren die Schüler und Schülerinnen, dass seit die Heinzelmännchen die Stadt verließen, so manches Kölner Bauvorhaben aus dem Ruder laufe.
Auch in Istanbul werde viel gebaut, weil dort genau wie hier der Wohnraum knapp wird. Istanbul ist jedoch viel größer als Köln. „Die Vielfalt und Aufgeschlossenheit, die man dort spürt, faszinierte unsere Teilnehmer“, betonte der Lehrer. Köln wurde im Vergleich als erholsam, gastfreundschaftlich, gemütlich und sehr grün empfunden.
Die Kontakte zwischen den Austauschgruppen sollen weiter gepflegt werden. Erste Besuche in den Ferien sind bereits geplant. Unterstützt wird der Austausch durch die gemeinnützige Deutsch-Türkische Jugendbrücke GmbH.
Alexander Haßler-Barth,
Lehrer
