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GesamtschuleHolpriger Start für neue Schule

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In das Gebäude an der Frankstraße zwischen Zülpicher Platz und Mauritiuskirchplatz werden die neuen Gesamtschüler einziehen.

Innenstadt – Mit der ersten Gesamtschule in der Innenstadt will die Kölner Schulverwaltung einen Beitrag gegen den Mangel an Gesamtschulplätzen leisten. Die beiden Realschulen am Severinswall und in der Frankstraße laufen aus und machen Platz für ein neues Bildungsangebot in der südlichen Altstadt. Ein erster Elternabend war gut besucht, am Samstag und nächsten Montag sind weitere Informationsveranstaltungen geplant.

100 Anmeldungen muss die Schule für vier fünfte Klassen haben, um starten zu können. Da jedes Jahr Hunderte Kinder an den existierenden Gesamtschulen abgelehnt werden, sollte es kein Problem sein, diese Schülerzahl zu erreichen. Doch formale Hürden erschweren den Beginn. Immer noch fehlt die Genehmigung der Bezirksregierung. Zudem verbietet das Beamtenrecht, dass jene, die für den Aufbau der Schule kommissarisch benannt wurden, über das neue Angebot in den benachbarten Grundschulen informieren.

Konzept existiert

So könnte nämlich der Eindruck erweckt werden, dass schon vor der öffentlichen Ausschreibung Entscheidungen bei den Leitungsstellen gefallen sind. Ein Konzept für die neue Schule existiert, doch diejenigen, die es entwickelten, dürfen es nicht außerhalb des Gebäudes der auslaufenden Realschulen erläutern.

Interessierte Eltern und Kinder können sich am kommenden Samstag, 11. Januar, ab 10 Uhr, im Gebäude in der Frankstraße im Severinviertel über die geplante neue Gesamtschule informieren. Bei einem Tag der Offenen Tür sind Schulführungen und Englisch-Schnupperstunden im Angebot. Am Montagabend, 13. Januar, können sich Eltern ab 19.30 Uhr am selben Ort über das Anmeldeverfahren erkundigen. Die neue Schule nimmt ausschließlich angehende Fünftklässler auf. Es gibt keine Angebote für „Seiteneinsteiger“, die gerne in höheren Klassen die Schule wechseln möchten. (fra)www.igis-koeln.de

„Wir haben den Antrag auf Genehmigung noch nicht abschließend geprüft“, sagt ein Sprecher der Bezirksregierung. Erst nach der Genehmigung könnte ein ordnungsgemäßes Anmeldungsverfahren durchgeführt werden. Mit der Genehmigung sei aber in den nächsten Tagen zu rechnen. Warum es die Landesbehörde den engagierten Lehrern vor Ort nicht leichter macht, bleibt unklar. Schließlich soll in der südlichen Altstadt das passieren, was Land und Stadt wollen. Offenbar tut sich die Behörde schwer mit der Idee, eine Schule an zwei Schulstandorten aufzubauen. So ist noch eine Ortsbegehung geplant.

Die neuen Klassen der Gesamtschule sollen im Gebäude der Konrad-Adenauer-Realschule an der Frankstraße beginnen. Die Schule wird genau wie die Theo-Burauen-Schule am Severinswall keine neuen Klassen mehr bilden und so nach und nach auslaufen. Das Gebäude am Severinswall soll dann in einigen Jahren geräumt und für die Oberstufe der neuen Gesamtschule saniert werden. Möglicherweise muss es sogar durch einen Neubau ersetzt werden. Eine Entscheidung darüber sei noch nicht gefallen. Das solle aber kein Hinderungsgrund für den Start der Gesamtschule im kommenden Sommer sein, sagt die Chefin des städtischen Amts für Schulentwicklung, Ulrike Heuer.

Integrative Gruppen

Darauf setzten auch viele Lehrer der Realschulen, die darauf hoffen, in die neue Gesamtschule wechseln zu können. Die Theo-Burauen-Realschule am Severinswall soll unter anderem ihre praktischen Erfahrungen mit der Inklusion in die neue Schule einbringen, in der Kinder mit unterschiedlichen Begabungen, aber auch Beeinträchtigungen und Behinderungen gemeinsam unterrichtet werden sollen. Zwei der vier neuen Klassen sollen integrative Lerngruppen sein. Die „Integrierte Gesamtschule Innenstadt“, so der vorläufige Name, wird als gebundene Ganztagsschule arbeiten. Im Gespräch ist, einen bilingualen Zweig Englisch-Deutsch einzurichten. Es können alle Abschlüsse der Sekundarstufen 1 und 2 erworben werden.