- „Dr. Reiner Klimke auf Ahlerich“ ist ein junges Team aus alten Schulfreunden – Bierbank und Kiste Kölsch immer dabei
Lindenthal/Sülz – Ihr Name bringt Fans des Pferdesports zum Träumen. Doch ihr Terrain ist nicht das Dressurviereck, sondern der grüne Rasen: „Dr. Reiner Klimke auf Ahlerich“ ist ein Team aus der zweiten Spielklasse der Bunten Liga Köln, einem Liga-Wettbewerb für Hobby- und Freizeitteams. Auf den Jahnwiesen stand zuletzt ein spannendes Spiel an: Der Gegner hieß „Lokomotive Libuda“, ebenfalls im Tabellen-Mittelfeld platziert.
Klimke auf Ahlerich beginnt stark, geht früh mit 1 : 0 in Führung und ist zur Mitte der ersten Halbzeit optisch überlegen. Doch dann häufen sich die Nachlässigkeiten, und buchstäblich in letzter Sekunde vor dem Pausenpfiff kullert der Ball zum Ausgleich ins Tor. Die zweite Halbzeit gehört dann dem Gegner, am Ende steht es 5 : 2 für die Mannen in Orange. Vor dem Spiel trafen wir das Team Dr. Reiner Klimke auf Ahlerich zum Gespräch.
Woher kommt euer Name?

Eine Szene aus dem Spiel gegen Lokomotive Libuda: Kurz vor der Pause drängt Libuda auf den Ausgleich.
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Unser Name verweist natürlich auf den berühmten deutschen Dressurreiter und sein Erfolgspferd, die unter anderem 1984 Olympiasieger wurden und zusammen sieben Deutsche Meisterschaften holten. Wir haben das Team allerdings schon unter der Farbe und dem Namen übernommen, mit Pferdesport haben wir selbst nichts zu tun. Wir sind im Herzen alle eher Rot-Weiß.
Seit wann gibt es euch? Das Team gibt es insgesamt schon seit 1993, wir führen mit unserer jetzigen Truppe den Betrieb seit rund drei Jahren fort.
Wer macht mit? Wir sind alle so zwischen 23 und 25 Jahren alt. Der Kern des Teams besteht aus alten Schulfreunden aus dem Kölner Westen, aus Lindenthal, Sülz und Klettenberg, die sich auch schon früher auf dem Bolzplatz trafen, um gemeinsam zu kicken. Einige von uns haben dann Freunde mit zum Training gebracht – einige mit Spielerfahrung im Ligabetrieb, andere komplett ohne.
Was ist euer Ziel? Da wir im vorigen Jahr den Aufstieg in die zweite Spielklasse der Bunten Liga Köln geschafft haben, steht bei uns momentan der Spaß am gemeinsamen Spielen im Vordergrund. Allenfalls der Klassenerhalt ist natürlich ein Ziel von uns.
Wer ist euer Trainer?Einen festen Trainer haben wir nicht, unser Torwart André Matzel fungiert als eine Art Spielertrainer.
Was zeichnet euch aus? Unsere Mannschafts-Bierbank beklebt mit unserem Team-Logo, die wir bei jedem Spiel mit dabei haben, und die Kiste Kölsch für nach dem Spiel. Dafür sind wir in der Bunten Liga bekannt.
Warum spielt ihr in der Bunten Liga und nicht im regulären Ligabetrieb? Wir wissen zu schätzen, dass wir in der Bunten Liga offene Strukturen haben und quasi machen können, was wir wollen. So können wir unsere Spiele selbst terminieren und sind mit den Trainingszeiten flexibel. Am wichtigsten ist es, als Freunde zusammenzukommen.
Was war euer größter Triumph? Die Drittliga-Meisterschaft im Vorjahr und der damit verbundene Aufstieg in die zweite Spielklasse, die „Gruppe Gelb“. Unsere Vorgänger waren sogar mal in der ersten Bunten Liga.
Was war die größte Niederlage? Die hat sich erst kürzlich ereignet, da kassierten wir ein 0 : 6 gegen Atlético Nippes im regulären Ligaspiel.
Was war euer lustigstes Erlebnis? Unser lustigstes Erlebnis ist die jährliche Weihnachtsfeier. Da trumpfen wir immer ganz groß auf, mit einer Tour durch wechselnde Veedel oder die Innenstadt. Unser Schlusspunkt ist immer an der Bastei am Rheinufer.
Wo trainiert ihr? Wir hatten unsere Trainingseinheiten auf den Jahnwiesen, momentan trainieren wir allerdings nicht regelmäßig. Im Winter weichen wir öfter mal in Soccer-Hallen aus.
Braucht ihr Verstärkung? Verstärkung ist immer gut, aber bislang haben wir vor, unter Freunden zu bleiben. Wir wollen Neumitglieder eher in unserem Umkreis und durch „Vitamin B“ gewinnen.
