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Herzliches Hochhaus

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Longerich – Dieses Hochhaus ist kein anonymes Wohnsilo, wo die Vertrautheit an der eigenen Wohnungstür endet. Die Bewohner kennen einander, reden miteinander und schauen gegenseitig nach dem Rechten. „Schöner kann man eigentlich gar nicht wohnen“, ist einer der Nachbarn überzeugt, der gerade eine Raucherpause am Stehtisch vor der Haustür der Schlackstraße 16 einlegt. Erneut hatte die Hausgemeinschaft ihr jährliches kleines Fest gefeiert. Es richtet sich sowohl an langjährige Nachbarn, als auch und gerade als Kennenlern-Treffen an neu Zugezogene – die in diesem Jahr unter anderem auch aus Spanien und Mexiko sowie aus der Ukraine kamen.

Initiatorin des Festes war erneut Maria Herrig: Die 88-Jährige, die seit 1957 in der Gartenstadt-Nord zu Hause ist, hatte zusammen mit Nachbarn zur Party im Hausflur eingeladen – mit Mitbring-Büffet, Kölschfass, Bierzelt-Tisch und Beiträgen für die Spenden-Herzdose auf freiwilliger Basis. Bereits im fünften Jahr in Folge wurde gefeiert; das erste Fest fand 1994 statt, zwischenzeitlich war die Tradition mal für rund zehn Jahre eingeschlafen.

Bis in den späten Abend saß man zusammen, und am nächsten Vormittag wurde gemeinsam aufgeräumt. „Gerade die Neuen im Haus finden die Institution super“, berichtet Herrig, die selbst seit mehr als 30 Jahren in einer der 67 Eigentumswohnungen lebt. In dieser Zeit hat sie viel mitbekommen; inklusive berührender und gelegentlich auch tragischer Fälle. „Es ist eben ein sehr lebendiges Haus, das wir hier haben.“

Das Hochhaus hat 67 Parteien.

Eine Nachbarin