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Historisches Fundstück aus ÖsterreichDer Streichholz-Dom ist jetzt in Köln

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Der Streichholz-Dom als komplettes Modell (l.)

Köln – Der Streichholz-Dom ist in Köln. Das Stadtmuseum hat das historische Modell, das im Dezember vergangenen Jahres in einem Keller im österreichischen St. Pölten gefunden wurde, in seine Obhut genommen. Hier soll das aus etwa 2,5 Millionen Streichhölzern bestehende Modell zunächst untersucht werden. „Es ist ein tolles Objekt“, so Historiker Sascha Pries, als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum zuständig für den Streichholz-Dom, „aber auch ein heikles Objekt.“ Schimmel und Schädlingsbefall haben dem historischen Modell zu schaffen gemacht.

Die leitende Restauratorin des Museums, Andrea Habel-Schablitzky, hat den Streichholz-Dom am vergangenen Donnerstag persönlich aus dem Keller des derzeitigen Besitzers Christof Greifensteiner abgeholt und mit einem Speditionsunternehmen nach Köln transportiert. Derzeit befinde sich das Modell in einer Stickstoffkammer des Museum Schnütgen – hier sollen die Schädlinge bekämpft werden.

„Das ist Voraussetzung, um das Objekt in unser Depot zu holen“, erklärt Pries. In drei bis vier Wochen soll es so weit sein. Dort könne man sich dann einen Eindruck davon verschaffen, ob das derzeit zerlegte und in zwei Kisten verstaute Modell vollständig ist und wie hoch der Restaurationsaufwand sein wird. Auch sei die Untersuchung Grundlage für die Festlegung eines möglichen Kaufpreises. Der derzeitige Besitzer hat das Modell dem Museum bis auf weiteres kostenlos zur Verfügung gestellt. Grundsätzlich wolle man den Streichholz-Dom sehr gern bewahren und ausstellen, so Pries, auch wenn der Platz im Museum selbst voraussichtlich nicht gegeben sei. Denkbar sei eine Kooperation, um einen Ausstellungsort zu finden.

Zusammengebaut ist das Modell etwa 2,7 Meter hoch, drei Meter lang und 2,1 Meter breit.

Interessant sei der Streichholz-Dom für das Stadtmuseum in doppelter Hinsicht, so Historiker Pries: „Sowohl was das Motiv angeht, als auch seine eigene Geschichte.“ Das Modell, das der westfälische Schüler Hans Swoboda in den 1920er Jahren baute, wurde anschließend unter anderem in Amerika und in Berlin ausgestellt. Dann galt es lange Jahre als verschollen.