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Hunderte Hinweise Wie die Polizei versucht, die Täter von Nizza zu identifizieren

randale

Sicherheitskräfte gehen im Stadion von Nizza gegen Kölner Anhänger vor

Köln – Bei der Polizei Köln versucht eine Ermittlungsgruppe derzeit, die Hintergründe der Krawalle von Nizza aufzuklären. Die Beamtinnen und Beamten gehen den Fragen nach: Wie viele Gewalttäter aus Köln waren an den Ausschreitungen beteiligt? Um welche Männer handelt es sich? Wer hat was getan? Dazu hat die Polizei ein Hinweisportal freigeschaltet, auf dem Augenzeugen Fotos und Videos aus dem Stadion Allianz Riviera hochladen können. „Es geht im Augenblick erst einmal um eine Materialsammlung“, sagt Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn.

Polizei Köln wertet Dateien und Zeugenaussagen aus

Mehr als 200 Hinweise seien bereits eingegangen, berichtet ein Polizeisprecher. Mehr als 500 Dateien – Fotos und Videoclips – sowie zahlreiche Zeugenaussagen werte die Ermittlungsgruppe zurzeit aus. Ob es bereits gelungen ist, einzelne Straftäter zu identifizieren, wollte der Sprecher mit Blick auf laufende Ermittlungen nicht mitteilen. Sollten bis zum Conference-League-Heimspiel des 1. FC Köln am Donnerstag gegen den 1. FC Slovacko Verdächtige ermittelt werden, ist denkbar, dass die Polizei die betreffenden Personen aufsucht und ihnen in einer so genannten Gefährderansprache klar macht, dass man sie auf dem Schirm hat - unabhängig von einem drohenden Strafverfahren.

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Obwohl die Vorfälle in Frankreich geschahen, könnten die Täter trotzdem in Deutschland angeklagt werden - vorausgesetzt, sie sind deutsche Staatsbürger. Die Strafprozessordnung gibt das her, die deutschen Ermittler müssten sich nur mit ihren französischen Kollegen auf dieses Vorgehen verständigen. Dass es so kommt, ist wahrscheinlich. Als Straftatbestände kommen vor allem schwerer Landfriedensbruch, Körperverletzung und Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz in Frage.

Anhand der Fotos, Filme und Zeugenaussagen soll es nun gelingen, Beteiligte an den Ausschreitungen zu identifizieren und konkreten Straftaten zuzuordnen. Viele Randalierer waren zwar vermummt, aber es kursieren auch zahlreiche Videos im Netz, auf denen Männer ohne Sturmhauben oder weitere Maskierung erkennbar sind. Viele dürften den sogenannten szenekundigen Beamten der Polizei bekannt sein, zum Beispiel weil schon einmal gegen sie ermittelt wurde.