Holweide – Getreu einem Gelübde aus dem Jahr 1666 zogen etwa 70 Gläubige beider großer christlicher Konfessionen bei der traditionellen Eliasprozession durch Holweide.
Sie erinnerten damit an eine Pestepidemie, bei der lediglich sieben Bewohner mit dem Leben davonkamen. Während der Prozessionsweg im Mittelalter noch durch den gesamten Gemeindebereich Merheim führte, der auch Holweide und Dellbrück umfasste, beschränkt man sich in diesen Tagen auf Holweide.
In den vergangenen Jahren begann die Prozession mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der evangelischen Versöhnungskirche und endete nach zwei Stationen in der katholischen Kirche St. Maria Himmelfahrt. „Die Prozessionen sind heute, abgesehen von dem Gedenken an die Pest, in jedem Jahr einem besonderen Thema gewidmet“, berichtet Teilnehmer Klaus Greschok. 2012 sei es „Leistungsdruck in Schule und Gesellschaft“ gewesen und 2015 „Schöpfung – zurück ins Paradies.“
In diesem Jahr stand das Bibelwort „Suchet der Stadt Bestes“ im Mittelpunkt. (aef)
