Ein Wachtmeister bei der Kölner Staatsanwaltschaft steht im Verdacht, Potenzpillen und leistungssteigernde Mittel verkauft zu haben. Auch Kollegen sollen in den Fall verwickelt sein.
Wegen MedikamentenhandelJustiz ermittelt gegen Wachtmeister der Staatsanwaltschaft Köln

Ein Schild weist auf die Staatsanwaltschaft in Köln hin. (Symbolfoto)
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Ausgerechnet bei der Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft: Ein Wachtmeister der Behörde soll nach dpa-Informationen mit Potenzmitteln und leistungssteigernden Medikamenten gedealt haben. Da unter den Abnehmern auch Kollegen gewesen sein sollen, richten sich die Ermittlungen gegen mehrere Justizbedienstete.
Justizminister Limbach (Grüne) informierte die Abgeordneten des Rechtsausschusses am Mittwoch in einer vertraulichen Sitzung über den ungewöhnlichen Vorgang. Offizieller Titel des Tagesordnungspunkts war „Ermittlungsverfahren gegen Justizbedienstete der Staatsanwaltschaft Köln wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz u. a.“.
Wie Limbach dem Vernehmen nach ausführte, arbeitete der Hauptverdächtige in der Wachtmeisterei, die unter anderem für die Sicherheit in dem Gebäude zuständig ist. Der Verdächtige soll neben Medikamenten auch mit sichergestellten Beweismitteln und Arztrezepten gehandelt haben. Bei dem Beschuldigten habe es bereits eine Durchsuchung gegeben, so Limbach in der Sitzung.
Ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft machte gegenüber der dpa zunächst keine Angaben zu dem Verfahren, „um laufende Ermittlungen nicht zu gefährden“. (dpa/red)