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Trotz BeobachtungGefangener während U-Haft in JVA Köln gestorben

In der JVA Köln ist ein Untersuchungshäftling durch Suizid gestorben. Kripo und Staatsanwaltschaft waren vor Ort.

Blick durch Gitter auf die Mauern der JVA Köln.

In der JVA Köln (Archivfoto) ist es zu einem Todesfall gekommen.

Todesfall in der JVA Köln: Wie die Anstalt am Dienstag (3. Oktober) bekannt gegeben hat, ist ein Gefangener verstorben. Der 48-Jährige befand sich seit dem 16. Oktober in U-Haft.

JVA-Bedienstete fanden den Mann am Sonntag (1. November) um 15.45 Uhr in seiner Einzelzelle im Rahmen der angeordneten Beobachtung leblos vor. Er hatte sich stranguliert. Die Bediensteten leiteten sofort Reanimationsmaßnahmen ein, die durch die alarmierten Rettungskräfte fortgesetzt wurden. Leider vergeblich. Der Notarzt konnte schließlich nur noch den Tod des Insassen feststellen.

JVA Köln: Todesermittlungsverfahren eingeleitet

„Der Untersuchungsgefangene hatte eine Beobachtung wegen Suizidgefährdung“, erklärte Ralf Peters, stellvertretender Leiter der JVA Köln. Diese fände in unregelmäßigen Zeitabständen von maximal 15 Minuten statt. Im Rahmen dieser Beobachtung sei der 48-Jährige gefunden worden.

Kripo und Staatsanwaltschaft waren vor Ort. Die Staatsanwaltschaft habe, wie in diesen Fällen üblich, ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, so Peters.

Leichnam wird obduziert

Der verstorbene Bulgare hatte wegen des Verdachts des Diebstahls mit Waffen eingesessen. Die U-Haft war vom Kölner Amtsgericht angeordnet worden. Der Leichnam wird jetzt obduziert. Ralf Peters: „Das ist bei uns Standard, ebenso, dass Kripo und Staatsanwaltschaft zu uns kommen.“ Ganz ausschließen könne man einen Suizidversuch trotz Beobachtung leider nicht, erklärt er. (iri)


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