In Köln-Kalk protestieren Bürger gegen die geplante Fällung von 26 Bäumen für den Neubau zweier Schulen und einer Sporthalle.
Streit um Fällungen in Köln-KalkBürger kämpfen um 26 Bäume

Der Demonstrationszug startete auch der Albermannstraße in Kalk.
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Niemand in Kalk hat etwas dagegen, dass auf dem Grundstück zwischen der Albermannstraße und der Falckensteinstraße zwei Schulgebäude neu gebaut werden. Und auch die neue Sporthalle steht nicht in der Kritik. Dass dafür aber zahlreiche Bäume gefällt werden müssen und diese Fällung nicht öffentlich erörtert wurde, macht ziemlich viele Kalker wütend. Ein breites Bündnis aus den Naturfreunden Kalk, dem Bürgerverein Kalk, dem BUND Köln, der Pflanzstelle Kalk und der Initiative „Mehr Grün in Kalk“ hatte zu einer Demonstration unter dem Motto „Kalk braucht jeden Baum“ eingeladen. 150 Menschen waren der Einladung zum Demo-Start auf der Albermannstraße gefolgt.

Dieser prächtige Baum soll gefällt werden.
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Jan-Philipp Schmitt von „Mehr Grün in Kalk“ setzte den Ton. „Kalk ist hoch verdichtet. Hier leben 8700 Menschen auf einem Quadratkilometer. Zum Vergleich: Stadtweit beträgt der Durchschnitt 2700 Menschen pro Quadratkilometer. In den vergangenen Jahren sind in Kalk 1000 neue Wohnungen entstanden. Dabei wurde natürlich auch Boden versiegelt. Das heißt, dass der Bedarf an Grünflächen wegen der Zunahme der Anwohner steigt, die Zahl der Grünflächen sinkt.“ Es gelte, neue Bäume zu pflanzen und alte zu erhalten. Ein Baum, der zur Fällung vorgesehen sei, habe einen Kronendurchmesser von 21 Metern. Der verschatte 346 Quadratmeter des Schulhofes. Eine Nachpflanzung in Höhe von zwei Metern erzeuge eine Schattenfläche von drei Quadratmetern, erklärte Schmitt.

Bezirksbürgermeistern Claudia Greven-Thürmer und ihr Stellvertreter Jan Schlagenhauf sprechen zu den Demonstranten.
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Bezirksbürgermeisterin Claudia Greven-Thürmer und ihr Stellvertreter Jan Schlagenhauf teilten den Ärger der Bürger. „Eine solche Planung in Zeiten der Klimakrise ist unverantwortlich“, sagte Greven-Thürmer. Die Stadt erneuert den Schulstandort an der Albermannstraße/Falckensteinstraße von Grund auf. Künftig werden dort zwei Schulen unter einem Dach leben: die Adolph-Kolping-Hauptschule, die schon länger dort ansässig ist, und eine nagelneue Grundschule, die erst noch gegründet werden soll. Das Projekt gehört zum zweiten Maßnahmenpaket Schulbauprojekte mit General- und Totalunternehmen. Bauherrin ist die städtische Gebäudewirtschaft.