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Blindgänger in KölnFliegerbombe von Kalk ist entschärft

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Die englische Fünf-Zentner-Bombe wurde am Dienstag entdeckt, die Entschärfung fand am Mittwoch statt.

Bei Sondierungsarbeiten ist am Dienstagnachmittag (22. September) auf dem Güterbahnhofsgelände der Deutschen Bahn in Kalk ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Es handelte sich demnach um eine englische Fünf-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder. Das Kampfmittel wurde am Mittwoch (23. September) gegen 15 Uhr entschärft. Auch der Tunnel Kalk war am Mittag für zwei Stunden gesperrt worden.

Die Freigabe zur Entschärfung erfolgte bereits um 13.22 Uhr. Da der Zünder nicht mehr intakt war, musste die Bombe gesprengt werden. Es sollte ein Knall zu hören sein, erklärte die Stadt. Allerdings verzögerte sich die Sprengung wegen der Beschädigung des Zünders. Dieser musste „fragmentarisch“ entfernt werden, erklärte Stadtsprecher Robert Baumanns. Um 15.03 Uhr konnte dann Vollzug gemeldet werden.

Der Gefahrenbereich war vom Kampfmittelbeseitigungsdienst mit einem Radius von 300 Metern festgelegt worden. Rund 700 Personen, aber auch Gewerbebetriebe und Dienstleister, waren von der Evakuierung betroffen – insbesondere Teile der Germania-Siedlung in Höhenberg.

Nach dem Blindgängerfund auf dem Güterbahnhofsgelände der DB in Kalk wurde dieser Evakuierungsradius festgelegt.

Nach dem Blindgängerfund auf dem Güterbahnhofsgelände der DB in Kalk wurde dieser Evakuierungsradius festgelegt.

Der erste Klingeldurchgang wurde gegen 11.15 Uhr beendet. Gegen 12 Uhr startete der zweite Durchgang, um kurz nach 13 Uhr war auch dieser beendet. Alles lief nach Plan – die Anwohnerinnen und Anwohner konnten sich seit dem Vortag auf die Räumung einstellen. 

Tunnel Köln-Kalk gesperrt

Gegen 13 Uhr wurden dann die Stadtautobahn B 55a und der Tunnel Kalk gesperrt. Der Tunnel führt den Verkehr zwischen der Zoobrücke und dem Autobahnkreuz Köln-Ost unter den Gleisanlagen des Güterbahnhofs Köln-Kalk-Nord hindurch. Nach der Sperrung staute sich der Verkehr auf beiden Seiten des Tunnels.

Der Luftraum wurde ebenfalls gesperrt und der Güterzugverkehr eingestellt. Die Freigabe zur Entschärfung kam um 13.23 Uhr. Nach der Entschärfung gegen 15 Uhr wurde alles nach und nach freigegeben. Alle Betroffenen konnten in ihre Wohnungen, Häuser, Büros und Geschäfte zurückkehren.

Folgende Straßen und Wege waren am Vormittag gesperrt worden:

- Germaniastraße 180

- Gehweg neben Tunnel unterhalb Remscheider Straße einwärts

- Weg Tunnel unterhalb Remscheider Straße auswärts (Tunnelsperrung)

- Remscheider Straße Wendehammer

- Germaniastraße/Ilmenauer Weg

- Koburger Straße 87

- Weimarer Straße 42

- Schmalkalder Weg hinter Hausnummer 50/52 Durchgang

- Frankfurter Straße 276/278 Durchgang

- Frankfurter Straße/Gothaer Platz inklusive Fußweg/Wiese

- Frankfurter Straße 200 Durchfahrt TÜV

- Schüttlager OBI Germaniastraße Wendehammer (Rolltor)

Anlaufstelle an der Kalker Hauptstraße

Der TÜV war ebenfalls betroffen. Untersuchungen konnten dort erst wieder nach der Entschärfung des Blindgängers erfolgen, teilte die Stadt mit. 

Eine Anlaufstelle war im Bürgeramt Kalk an der Kalker Hauptstraße 247 eingerichtet worden. Gegen 10 Uhr hatte sich dort aber nur eine Person eingefunden, später wurden es dann zehn. Vier Personen wurden mit Krankentransporten aus dem Gefahrenbereich gebracht.

Im Einsatz waren insgesamt 90 Mitarbeitende des Ordnungsamts, zwei von der Feuerwehr bzw. dem Rettungsdienst, neun von Hilfsorganisationen, 30 von der Polizei und zwei von der Bahn. (das/cme/pih)