Abo

Fußball-Happy-EndErsehnter Kunstrasenplatz – RSV Rath-Heumar ist fast am Ziel

Lesezeit 2 Minuten
Männer und Kinder in Vereinsjacken und -schals übergeben einer Frau in weißer Jeansjacke einen groß aufgezogenen Petitions-Beleg.

Hans-Georg Offermann (l.) und Mitglieder des RSV demonstrierten im März vor dem Kalker Bürgeramt für eine Lösung, Bezirksbürgermeisterin Claudia Greven-Thürmer (r.) nahm eine Petition entgegen.

Was lange unmöglich schien, liegt jetzt vielleicht in greifbarer Nähe: ein Kunstrasenplatz für den RSV Rath-Heumar.

Als Robert Voigtsberger, Dezernent für Bildung, Jugend und Sport, jüngst auf der Sitzung der Kalker Bezirksvertreter zu Gast war, hatte er zur Überraschung der meisten Stadtteilpolitiker eine mögliche Lösung für den RSV Rath-Heumar mitgebracht. Ein langgehegter Wunsch des Vereins mit seinen allein zwölf Fußballmannschaften könnte schon bald in Erfüllung gehen: die Anlage eines Kunstrasenplatzes an der angestammten Adresse „An der Rather Burg“, mitten im Stadtteil.

Köln-Kalk: RSV Rath Heumar kämpft seit Jahren für Kunstrasen

Seit Jahren hatte der Verein dafür gekämpft, weil sein Aschenplatz nicht attraktiv für Kinder und Jugendliche ist, die lieber anderswo kicken gehen. Der RSV droht auszubluten. Für einen Kunstrasenplatz, so hieß es stets, sei eine Baugenehmigung notwendig, für die ein Lärmgutachten erstellt werden müsste. Doch weil die Wohnbebauung längst naher an den Sportplatz herangerückt ist, wäre die Genehmigung wohl nur unter hohen Auflagen erteilt worden, die einen normalen Liga-Betrieb am Wochenende unmöglich gemacht hätte.

Voigtsberger erklärte, dass dort nun aufgrund des Erlasses ein Kunstrasenplatz als „Interimslösung“ angelegt werden könnte, ohne neue Baugenehmigung. Langfristig, in spätestens zehn Jahren, müsse der Verein aber umziehen. In der Verwaltung hofft man, dass bis dahin die politischen Querelen um eine Teilbebauung am Brück-Rather Steinweg in der Nähe des Rather Sees beigelegt sind: Derzeit sind sich die Parteien nicht einig, ob am Rather See, wohin der RSV und zwei andere Rath-Heumarer Vereine umsiedeln sollen, auch Wohnbebauung gestattet werden soll. 

Eigentümer soll Pacht-Verträge mit RSV verlängern

Einige Parteien, aber auch eine Bürgerinitiative, möchten das Gelände als Naherholungsgebiet und Frischluftschneise unangetastet lassen. Wohnungen allerdings würde auch der Eigentümer des Areals, die Erbengemeinschaft vom Stein, gern am Rather See bauen. Ihr gehört auch das Gelände „An der Rather Burg“, wo ebenfalls neue Wohnungen hochgezogen werden, sobald die Vereine fort sind.  „Mit dem Eigentümer müssen wir noch reden, damit er die Pachtverträge für die Vereine verlängert“, so Voigtsberger.

Hans-Georg Offermann, Vorsitzender des RSV, kommentierte die Neuigkeiten mit verhaltener Freude. „Das wäre das Beste, was uns passieren kann“. Wenn es schnell geht, könnte sein Verein schon in einem knappen halben Jahr über einen Kunstrasenplatz verfügen. „Aber wir bleiben vorsichtig. In den vergangenen Jahren haben wir erlebt, was alles passieren kann.“

KStA abonnieren