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Corona in Köln
Darum gibt es dieses Jahr keine Sessionseröffnung im Fernsehen

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Karnevals-Auftakt am Heumarkt in Köln (Archivfoto)

Köln – Im Fernsehen wird es diesmal keine Sessionseröffnung geben – auch nicht in einer abgespeckten Version. Ende Oktober waren Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn, die Willi-Ostermann-Gesellschaft und der WDR bei einer Pressekonferenz noch recht optimistisch, am 11.11 von 10.45 Uhr bis 16 Uhr eine Live-Sendung aus der Eventhalle des Festkomitees am Maarweg übertragen zu können.

Doch angesichts der exponentiell steigenden Corona-Infektionszahlen haben sich die Karnevalsgesellschaft und der TV-Sender bereits Anfang November auf eine komplette Absage der Veranstaltung verständigt.

Sessionseröffnung mit aufwändigem Bühnenprogramm

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„Auch wenn das karnevalistische Herz blutet: Eine Sessionseröffnung mit aufwändigem Bühnenprogramm und einer entsprechenden Produktionsgröße passt, auch wenn sie drinnen und nicht auf dem Heumarkt stattgefunden hätte, nicht in diese Corona-Zeit“, sagt Ralf Schlegelmilch, der Präsident der Willi-Ostermann-Gesellschaft.

„Unsere Sessionseröffnung stand immer für jecken Frohsinn, Ausgelassenheit und dafür, alle Sorgen hinter sich zu lassen. Das ist im November 2020 leider nicht möglich. Ebenso umfasst uns die Sorge, dass wir doch privaten Feiern Vorschub leisten könnten. Die Absage der Veranstaltung ist daher die nötige Konsequenz.“

Somit entfallen nicht nur die Auftritte der kölschen Bands mit ihren neuen Liedern, sondern auch die vor den TV-Kameras geplante Vorstellung des designierten Dreigestirns sowie der Mini-Tollitäten aus dem Kinderdreigestirn.

Blick auf die Lage des Karnevals in Corona-Zeiten

Als Ersatz will der WDR nunmehr im Rahmen einer kleinen Studioproduktion den besonderen Auftakt der Karnevals-Session abbilden – mit Erinnerungen an und Bildern aus vergangenen Sessionen, musikalischen Einspielern und dem Blick auf die Lage des Karnevals in Corona-Zeiten. Auch Schaltungen in andere Karnevalshochburgen in NRW sind geplant, denn auch dort sei ja in diesem Jahr die Herausforderung, den Straßen- und Kneipenkarneval aus den Städten herauszuhalten.

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„Die Sessionseröffnung gehört wie der Karneval insgesamt zur DNA von NRW. Nur wird und muss sie dieses Jahr anders sein: Kleiner und auch nachdenklicher. Dem wollen wir durch eine andere Form der Umsetzung Rechnung tragen“, sagt Ingmar Cario aus der WDR-Programmdirektion. „Wir wollen unserem Publikum sichere und kreative Programmangebote zum ‚Karneval auf dem heimischen Sofa‘ bieten. Dabei werden wir die Entwicklung der Pandemie im Auge behalten und unsere Planungen auch kurzfristig anpassen.“

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