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„Aber dat mäht nix“Marita Köllner stürzt während Jubelmoment auf der Bühne am Alter Markt

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Der Untergrund auf der Bühne war durch Regen und Konfetti extrem rutschig. Die 67-Jährige blieb glücklicherweise unverletzt.

Schreckmoment für Marita Köllner. Bei ihrem Auftritt an Weiberfastnacht in Köln ist die Sängerin auf der Bühne auf dem Alter Markt gestürzt. Zum Glück ging es der 67-Jährigen gut und blieb unverletzt. (Szene im Video oben)

Köllner hatte den Närrischen Orden 2026 in der Kategorie Solo gewonnen. Im Freudentaumel verlor die Sängerin dann plötzlich das Gleichgewicht und fiel auf der Bühne zu Boden. Bemerkenswert: Die routinierte Karnevals-Sängerin sang einfach weiter, obwohl sie gerade gestürzt war.

Aber die 67-Jährige nahm es locker. „Ich war am Singen und vor lauter Rührung bin ich jefallen. Aber dat mäht nix“, sagte Köllner nachher im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Der Orden ging dabei zu Bruch, doch mit etwas Kleber konnte er wieder geflickt werden. Die Sängerin weiter: „Danke, dass ihr mich jewählt habt, hab euch lieb.“

Bei Kölns größtem Karnevalswett-Wettstreit honorierten die Jecken eine überzeugende Session des Originals. „Et fussich Julche“ hat mit „Weisste wat, mir maache Polonaise“ einen echten Kracher gelandet und sorgt in jedem Saal für Ausnahmezustand.

Närrischer Oscar: Marita Köllner feiert passend zum 60. Bühnenjubiläum

Überrascht wurde die 67-Jährige am Donnerstagvormittag (12. Februar 2026) auf der Bühne der Altstädter am Alter Markt. Doch der strömende Regen sorgte für eine chaotische Ehrung und einen schmerzhaften Zwischenfall.

Nachdem „Kölner Stadt-Anzeiger“-Reporter Marcel Schwamborn den Pokal überreicht hatte, sang Köllner mit Tränen in den Augen und emotional völlig aufgewühlt „Wir feiern das Leben“. Doch die Bühne war durch den Regen und das Konfetti unglaublich seifig geworden.

Die Sängerin rutschte auf dem glitschigen Untergrund aus und stürzte zu Boden. Dabei geriet auch der Oscar in Mitleidenschaft. „Das ist Rudi Assauer auch mit dem DFB-Pokal passiert“, sagte sie nachher lachend. Die Rippen und das Knie taten anschließend weh, doch die Freude überwog.

Marcel Schwamborn überreicht Marita Köllner den Oscar.

Reporter Marcel Schwamborn überreichte Marita Köllner den Närrischen Oskar auf der Altstädter-Bühne am Alter Markt.

Kurz vor dem Sturz: Stolz zeigt Marita Köllner am Donnerstag (12. Februar 2026) den Närrischen Oscar auf der Bühne am Alter Markt.

Kurz vor dem Sturz: Stolz zeigt Marita Köllner am Donnerstag (12. Februar 2026) den Närrischen Oscar auf der Bühne am Alter Markt.

„Die Session war wie eine rauschende Ballnacht. Ich kann es kaum begreifen. Der Oscar ist nun die Krönung für mein 60. Bühnenjubiläum“, sagte sie glücklich zum „Kölner Stadt-Anzeiger“. Als Köllner mit dem lädierten Pokal hinter die Bühne kam und die Kollegen von den Höhnern und den Räubern sie feierten, strahlte sie trotz Schmerzen.

Närrischer Oscar 2026: Die besten Solo-Künstlerinnen und -Künstler

  1. Marita Köllner 35 Prozent
  2. Timo Schwarzendahl 29 Prozent
  3. Torben Klein 11 Prozent
  4. JP Weber 8 Prozent
  5. Julie Voyage 7 Prozent

Komponist Reiner Hömig, der der Stadt unzählige Bläck-Fööss-Hits beschert hatte, hatte die Sängerin überzeugt, in der Session auf die Polonaise zu setzen. „Ich habe auch noch ‚Bei uns in Kölle‘ am Start. Das Lied hat bei Spotify sogar mehr Aufrufe. Aber Reiner hat gesagt, dass ich auf die Polonaise setzen soll, weil es ein Hit wird. Er hat recht gehabt.“

Die Höhner gratulieren Marita Köllner.

Die Höhner und Techniker Roger Hoeger waren die ersten, die Marita Köllner nach der Ehrung gratulierten.

Nach vielen Jahrzehnten im Karneval erlebt die Rampensau einen zweiten Frühling. „Was mich freut, ist, dass auch so viele junge Menschen zu meinen Titeln feiern. Es ist, als ob ich neu erfunden wurde“, sagte sie. „Ich hatte nicht einen Hänger.“ Das Jubiläumskonzert am 10. Juli im Theater am Dom war in drei Tagen ausverkauft.

Mit dem Närrischen Oscar in der Tasche ist die Motivation nun gigantisch, 2027 eine erneut tolle Session hinzulegen. „Der Hattrick wäre natürlich die Krönung. Aber jetzt freue ich mich erst einmal. Und packe etwas Salbe auf die schmerzenden Stellen“, sagte sie und zog zum Wilhelmplatz weiter.