Angezündete Räder, versenkte E-ScooterVerleiher in Köln beklagen Vandalismus

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Ein Leihrad der KVB liegt im Aachener Weiher.

Ein Leihrad der KVB liegt im Aachener Weiher.

Köln – Leihräder landen im Aachener Weiher oder im Rhein, Reifen werden aufgestochen, Speichen gebrochen – immer mal wieder fallen im Stadtbild Leihfahrräder oder E-Scooter der verschiedenen Anbieter auf, die am Straßenrand liegen und nicht mehr fahrtauglich wirken.

Nach Angaben der KVB werden im Jahr etwa 30 bis 40 Räder der 1500 zur Verfügung stehenden Leihräder beschädigt. „Bei 1,2 Millionen Ausleihen pro Jahr ist das ein eher geringer Wert“, so Sprecherin Gudrun Meyer. Die häufigste Art von Vandalismus seien zerstochene Reifen. Bei mehr als der Hälfte der Beschädigungen sei das der Fall. Alle anderen Vandalismusschäden seien Einzelfälle. Einmal sei sogar ein Fahrrad angezündet worden. „Zwar machen diese mutwilligen Beschädigungen nur knapp drei Prozent aus, doch auch das ist nicht erfreulich“, so Meyer. Schließlich stünden die Räder den Kunden in dieser Zeit nicht zur Verfügung.

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Die Wartung der Leihräder übernimmt der Kooperationspartner Nextbike. Sollte ein Rad beschädigt sein, wird es – wenn möglich – wieder instandgesetzt, ansonsten ausgetauscht. Landet ein Rad im Wasser, müsse häufig die Elektronik ausgetauscht werden.

Gefahr für die Umwelt

Auch der E-Scooter-Verleiher Lime verurteilt laut einer Sprecherin jede Form von Vandalismus aufs Schärfste, schließlich sei das „kein Kavaliersdelikt“. Zu genauen Zahlen wollte sich der Anbieter nicht äußern. Mutwillige Zerstörung sorge für unnötigen Personalaufwand bei Reparatur und Instandsetzung, so die Sprecherin. Bei der Bergung seien im schlimmsten Fall sogar Polizei und Feuerwehr involviert. Hinzukomme, dass Risiken für die Umwelt entstehen, beispielsweise, wenn ein E-Scooter ins Wasser geworfen wird.

„Zwar sind unsere Akkus hochwertig verbaut und geschützt, dennoch sollte man nicht vergessen, dass jedes Gewässer auch ein Lebensraum ist und der Akku ein Fremdkörper, der potenzielle Schadstoffe beinhaltet“, sagt Alexander Graf von Pfeil, General Manager von Lime. „Ein Akku hat im Wasser nichts zu suchen.“ Wenn ein Lithium-Akku im Wasser landet, können nach Angaben des Bundesumweltamts für die Umwelt schädliche Stoffe entweichen.

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