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Aufsichtsrat entscheidetStädtische Kölner Kliniken werden komplett neu organisiert

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Das Krankenhaus Holweide

Das Krankenhaus Holweide

Köln – Es hatte sich schon länger angekündigt, doch nun ist es offiziell: Die seit Jahren stark defizitären Kliniken der Stadt Köln werden organisatorisch komplett umgebaut. Das hat der Aufsichtsrat in einer Presseerklärung am Donnerstagmorgen mitgeteilt. Die wichtigsten Punkte der neuen Medizin- und Standortstrategie, über die der „Kölner Stadt-Anzeiger“ in den vergangenen Tagen bereits mehrfach berichtet hat:

Der Standort Holweide  soll sich künftig aber auf die Grundversorgung der Bürger im Stadtbezirk konzentrieren. Zusätzlich sollen neue Leistungen im Bereich Rehabilitation und alternde Gesellschaft angeboten werden. Die bisherigen medizinischen Leuchttürme des Standorts, nämlich Frauenklinik, Brustzentrum und HNO-Klinik, werden mittelfristig nach Merheim verlegt. 

Den Standort Merheim will der Aufsichtsrat als Maximalversorger stärken, indem die bislang 27 Fachabteilungen halbiert und in 14 Zentren konzentriert werden. Bislang gibt es bei den Kliniken zahlreiche parallele Strukturen, so etwa allein vier Kliniken, die erwachsene, internistische Patienten behandeln. „Diese Strukturen verhindern schnelle Entscheidungen und entsprechen vor allem nicht mehr den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten“, erklärt Holger Baumann, Geschäftsführer der Kliniken Köln. Die ersten vier Zentren sollen bereits in den nächsten Monaten ihre Arbeit aufnehmen, allerdings an ihren bisherigen Standorten. 

Für die Kinderklinik soll dagegen alles beim Alten bleiben, die Standorte an der Amsterdamer Straße in Riehl und in Holweide (Kinder- und Jugendpsychiatrie) bleiben erhalten.

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Nach der Entscheidung des Aufsichtsrates muss nun die Stadt als Gesellschafter den Plänen zustimmen, damit die Geschäftsführung mit der Detailplanung beginnen kann. Der gesamte Prozess der Umstrukturierung werde, so heißt es, mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Die Planung sieht auch Neubauten in Merheim und Holweide vor. Daher werde sich auch die Frage der Finanzierbarkeit stellen, so Klinikchef Baumann. Ein wichtiger Aspekt wird dabei sein, in welchem Umfang das Land Fördermittel zuschießt.

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