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Panikattacken in engen RäumenKölner Drogendealer taucht wegen Platzangst unter

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Ein Mann raucht einen Joint mit Marihuana. (Symbolbild)

Köln – Acht Monate lang war Drogenhändler Ercan H. untergetaucht, um der Strafverfolgung zu entgehen. Am Montag legte er vor dem Kölner Landgericht ein umfassendes Geständnis ab. Warum hatte er sich so lange versteckt gehalten?

Sein Verteidiger erklärte, Ercan H. (34, Name geändert) leide an Klaustrophobie. In engen Räumen bekomme sein Mandant Panikattacken: Schon mehrmals sei er in solchen Situationen ohnmächtig geworden. Deshalb habe er große Hemmungen gehabt, sich zu stellen mit der unvermeidlichen Folge, inhaftiert zu werden. „Dass er zunächst untergetaucht ist, bedauert er.“

Kiloweise Marihuana in Köln verkauft

Von Oktober 2018 bis Januar 2019 bezog Ercan H. von einem Lieferanten kiloweise Marihuana und verkaufte sie gewinnbringend vor allem an einen Abnehmer; außerdem lagerte er für den Lieferanten Rauschgift in einem Versteck.

Bei einer Durchsuchung von zwei nahe beieinander gelegenen Wohnungen in Buchheim wurden rund 4,5 Kilogramm Marihuana sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft hat sämtliche Lieferungen zusammengenommen einen Geldwert von fast 39.000 Euro errechnet.

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„Er bedauert, dass er sich auf die Geschäfte eingelassen hat“, sagte der Verteidiger. Ercan H. habe sich damals in einer wirtschaftlichen Notlage befunden. Viele Jahre habe er als Selbstständiger einen Hausmeisterservice unterhalten, bis er 2018 den Betrieb habe einstellen müssen. Der Versuch, mit der Organisation von Veranstaltungen Geld zu verdienen, sei letztlich gescheitert; sein Mandant habe dabei sogar seine Ersparnisse verloren. Dazu seien Probleme beim Umzug der Familie, zu der zwei kleine Kinder gehören, gekommen.

Nun gebe es einen Lichtblick: Der 34-Jährige habe einen Ausbildungsplatz in einer Sanitär- und Heizungsfirma in Aussicht. Das kann er allerdings nur tun, wenn die zu erwartende Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt wird. Der Prozess geht am Dienstag weiter.