Angst vor MehrwertsteuererhöhungKölner Gastronomen schreiben offenen Brief an die Bundesregierung

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Die Hand von der Köbine Anna im Sünner-Brauhaus „Im Walfisch“

Mehrere Mitglieder der Kölner IG Gastro wenden sich besorgt an den Bundeskanzler und den Finanzminister

Mehrere Mitglieder der Kölner IG Gastro wenden sich besorgt an den Bundeskanzler und den Finanzminister.

In einem offenen Brief haben sich Mitglieder des Vorstands der Kölner IG Gastro an Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesfinanzminister Christian Lindner gewandt. Die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen erinnern die Politiker an ihr öffentliches Versprechen, die reduzierte Mehrwertsteuer für die Gastronomie beizubehalten.

In dem Schreiben äußern die Gastronomen ihre Besorgnis darüber, dass die Mehrwertsteuerabsenkung für die Gastronomie zum Jahresende auslaufe. Ab dem 1. Januar 2024 drohe eine Erhöhung von 7 auf 19 Prozent Mehrwertsteuer für gastronomische Dienstleistungen und Produkte. „Wieso gibt es kein politisches Signal, dass eure Versprechungen eingehalten werden?“, heißt es in dem Brief.

Offener Brief von Kölner IG Gastro: „Wir stehen wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand“

Die Kölner Gastronomen warnen davor, dass eine Mehrwertsteuererhöhung direkt an die Gäste weitergegeben werden müsse und befürchten, dass dadurch immer weniger Menschen Gastronomiebetriebe besuchen könnten. „Trotz voller Terrassen, trotz vieler Gäste und dem Gefühl, es liefe doch super in der Branche, stehen wir wirtschaftlich mit dem Rücken bereits zur Wand“, heißt es weiter. Grund dafür seien unter anderem gestiegene Energiekosten, Rohstoffwarenpreise und die Mindestlohnanhebung. Deswegen habe man „keinen Spielraum“, diese Mehrwertsteuererhöhung abzufangen.

Zum Abschluss ihrer Mitteilung fordern die Gastronomen die Politik auf, ihre Versprechen einzuhalten und die Mehrwertsteuer dauerhaft auf 7 Prozent zu senken, um die Gastronomie für alle zugänglich zu halten.

Unterschrieben haben den Brief unter anderem IG-Gastro-Geschäftsführerin Maike Block, Till Riekenbrauk (Betreiber des Brauhauses „Johann Schäfer“) und Philipp Treudt (Betreiber vom „Em Schnörres“ in der Südstadt). Bereits vor gut zwei Monaten haben Mitglieder der IG Gastro einen Brief nach Berlin geschickt, in diesem ging es damals um das Aussterben der Gastronomie-Betriebe.

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